Holocaust-Gedenken: jüdisch, christlich, muslimisch
Am Sonntag, 25. Januar 2026, um 11 Uhr werden Saba-Nur Cheema und Meron Mendel die Gastpredigt halten im Gottesdienst zum Holocaustgedenktag in der Dreikönigskirche am Eisernen Steg in Frankfurt-Sachsenhausen.
Cheema ist Politologin, Publizistin, Muslimin mit Eltern aus Pakistan. Meron Mendel ist Pädagoge, Israeli und Deutscher, Direktor der Bildungsstätte Anne Frank. Die beiden sind verheiratet und haben zwei Kinder. Gemeinsam schreiben sie in der F.A.Z. die Kolumne „Muslimisch-jüdisches Abendbrot“. Wie bleibt die Erinnerung an den Holocaust in der deutschen Migrationsgesellschaft lebendig? Darüber werden Saba-Nur Cheema und Meron Mendel in ihrer Gastpredigt sprechen.
Konfirmanden lesen im Gottesdienst 26 Namen von Menschen jüdischer Herkunft, die eine Verbindung zur Dreikönigskirche hatten und von den Nationalsozialisten ermordet wurden. Für jeden Namen zünden sie eine Kerze an sowie eine Kerze für alle Opfer des Nationalsozialismus.
Petra Köhs am Cello und Andreas Köhs an der Orgel gestalten den Gottesdienst musikalisch. Die Gedenkgruppe der Dreikönigsgemeinde mit Pfarrerin Silke Alves-Christe bereitet ihn vor.
Der Holocaustgedenktag wird weltweit begangen am 27. Januar, dem Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee. Die Evangelische Dreikönigsgemeinde gestaltet jedes Jahr zu diesem Anlass an dem Sonntag in zeitlicher Nähe einen Gottesdienst.