Stellungnahme der Kirchen zur Frankfurter Kommunalwahl
Mit großer Sorge blicken wir auf den wachsenden und grassierenden Antisemitismus in Frankfurt. Dass Jüdinnen und Juden in Frankfurt Angst haben müssen, ist ein Skandal und darf nicht hingenommen werden. Ebenso inakzeptabel und besorgniserregend ist es, dass muslimische Kandidatinnen für die Stadtverordnetenversammlung Drohungen und Hetze ausgesetzt sind. Wir betonen unmissverständlich, dass jede Form von Menschenverachtung, Antisemitismus, Rassismus, Muslimfeindlichkeit, Homophobie oder anderer Diskriminierung unserem Glauben widerspricht. Alle Bestrebungen, Grundrechte nur bestimmten Bevölkerungsgruppen zuzugestehen oder Menschen aus unserer Gesellschaft auszugrenzen oder gar auszuschließen, sind aus christlicher Sicht abzulehnen. Aus vollster Überzeugung schließen wir uns unseren Kirchenleitungen an: Die AfD ist für Christinnen und Christen nicht wählbar.
Wir rufen unsere Kirchenmitglieder und alle Frankfurterinnen und Frankfurter auf, am 15. März wählen zu gehen und ihre Stimme einer demokratischen Partei zu geben: Für unsere freie, offene und tolerante Frankfurter Stadtgesellschaft.
Holger Kamlah, evangelischer Stadtdekan
Christiane Moser-Eggs und Michael Thurn, Leitung der katholischen Stadtkirche
Dr. Brigitta Sassin, Vorsitzende der ACK Frankfurt
Weitere Informationen: >> www.aufstehen-fuer.de