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99 neue Stolpersteine für Frankfurt

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Die Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main verlegt 98 neue Stolpersteine vom 22. bis 25. Juni. Ein weiterer Stein werde bereits am 7. Mai vor dem Eingang des Seniorenzentrums Grünhof im Park in Frankfurt-Westend verlegt, teilte die Initiative mit.

Stolpersteine erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus. Sie werden immer vor ihrem letzten freiwilligen Wohnsitz verlegt. Foto: Thomas Quine/Flick.com (cc - by)
Stolpersteine erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus. Sie werden immer vor ihrem letzten freiwilligen Wohnsitz verlegt. Foto: Thomas Quine/Flick.com (cc - by)

Die meisten der neuen Stolpersteine erinnern an jüdische Opfer der Nationalsozialisten, neun Steine an Homosexuelle, sieben an Behinderte, vier an Zeugen Jehovas und ein Stein an einen Kommunisten. Nach Angaben der Initiative reisen zu den Verlegungen etwa 100 Nachkommen und Angehörige der Opfer aus Israel und den USA an.

Die Stolpersteine sind Betonquader in der Größe eines Pflastersteins, auf deren Oberseite eine Messingplatte befestigt ist. In der Messingplatte sind Namen und Lebensdaten der Menschen eingraviert, die von den Nationalsozialisten verfolgt oder ermordet wurden. Die Steine werden in die Bürgersteige vor den letzten freiwilligen Wohnorten der Opfer eingesetzt. Die Gedenksteine werden durch Patenschaften finanziert. Die Herstellung und Verlegung eines Steins kostet 120 Euro.

Nach Angaben der Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main hat der Kölner Künstler Gunter Demnig (70) seit 2003 knapp 1.400 Stolpersteine in Frankfurt verlegt. Europaweit gibt es mehr als 70.000 Stolpersteine in 1.200 Städten und Gemeinden in 24 Ländern. Die Stolpersteine gelten laut der Initiative als das größte dezentrale Mahnmal der Welt.


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