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Andachten und Glockenläuten: Gemeinden in Frankfurt und Offenbach zeigen Solidarität mit Flutopfern

Kirchengemeinden schließen sich dem Aufruf der Landeskirche an, am Freitag um 18 Uhr die Glocken zu läuten, der Flutopfer zu Gedenken und Spenden zu sammeln.

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. Bild: www.colourbox.de

Aus Solidarität mit den Opfern der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen hat die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) ihre Gemeinden gebeten, am Freitag um 18 Uhr zu Andachten einzuladen und Glocken zu läuten. Sie folgt damit einer Anregung der benachbarten und vom Hochwasser besonders betroffenen Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR).

Auch Gemeinden des Evangelischen Stadtdekanats Frankfurt und Offenbach beteiligen sich an der Aktion. Zu den Gemeinden, die am Freitag, 23. Juli 2021, zu Andachten einladen, zählen beispielsweise die Sachsenhäuser Dreikönigsgemeinde, die Sankt Paulsgemeinde in der Frankfurter Innenstadt sowie die zwischen Westend und Gutleutviertel gelegene Hoffnungsgemeinde und die Evangelische Kirchengemeinde Bockenheim. Zu den Zeichen der Solidarität in Offenbach gehört eine Andacht, die Pfarrerin Irmela Büttner, morgen um 18 Uhr in der evangelischen Kirche Bieber, Aschaffenburger Straße 54, halten wird für die drei Gemeinden im Kooperationsraum Offenbach-Süd: Bieber, Markus, Lukas und Matthäus.

Pfarrerin Silke Alves-Christe von der Dreikönigsgemeinde gestaltet in der Bergkirche, Sachsenhäuser Landwehrweg, die Fürbittandacht für die Opfer der Flutkatastrophe. Einleiten wird sie diese mit einem kurzen Bericht aus Ahrweiler. Die Sachsenhäuser Pfarrerin weilte während der Tage in Bad Ems, das nicht allzu weit von der betroffenen Region entfernt liegt, und half mit bei Aufräumarbeiten. Im Mittelpunkt der Andacht in der Bergkirche stehen Gebete für die Todesopfer, ihre Angehörigen und Freunde und für die vielen verzweifelten Menschen in der Region, zum Abschluss wird eine Kollekte für die Flutopfer gesammelt.

Pfarrerin Andrea Braunberger-Myers hält in der in der evangelischen Alten Nikolaikirche der Sankt Paulsgemeinde auf dem Römerberg morgen um 18 Uhr eine kurze Andacht für die Opfer der Flutkatastrophe mit Lesung, Gebet und Segen. In der Matthäuskirche, Friedrich-Ebert-Anlage 33, unweit der Messe, wird es eine Andacht der Hoffnungsgemeinde geben, teilt Pfarrer Andreas Klein mit. Auf einen Gottesdienst in der Bockenheimer St. Jakobskirche, Kirchplatz 9, weist Pfarrerin Pia Baumann hin.

Zu dem Aufruf der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau:
In einem Brief an die rund 1.100 Gemeinden und die evangelischen Einrichtungen schreibt die Stellvertretende Kirchenpräsidentin Ulrike Scherf, dass „die persönlichen Schicksale von Menschen, die um Angehörige trauern, sie vermissen oder vor den Trümmern ihrer Existenz stehen“ erschütternd seien. Was ihnen jetzt auch helfen könne – so zeigten es Gespräche vor Ort – sei die „Erfahrung von Solidarität“.

Einladung zum Innehalten angesichts der Flut
Die Andachten und das Glockengeläut am Freitag wollten ein „gemeinsames öffentliches Zeichen der Solidarität“ setzen. Das Erschallen der Glocken solle „zum Innehalten, zur gemeinsamen Andacht in der Kirche oder zum persönlichen Gebet zu Hause einladen“, so Scherf. Es sei wichtig, Gott um Hilfe und Beistand zu bitten. Den Gemeinden würden Vorlagen für die Andachten zur Verfügung gestellt. Scherf „Unser Beten und Handeln möge getragen sein von der großen Hoffnung: ‚Der Herr richtet auf, die niedergeschlagen sind.‘“ (Psalm 146,8).

Aufruf zu weiteren Spenden
Scherf dankte auch allen, die den Menschen in den Hochwassergebieten bereits in den vergangenen Tagen durch ihre Gebete, aber auch durch Spenden oder ganz praktische Hilfe ihre Unterstützung und Solidarität gezeigt haben. Sie rief zu weiteren Spenden auf – das speziell für die betroffenen Regionen eingerichtete Konto der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe (Diakonie RWL, DE79 3506 0190 1014 1550 20, KD Bank. Stichwort Hochwasser-Hilfe). Bis Anfang der Woche waren darauf bereits eine halbe Million Euro eingegangen.


Autorin

Bettina Behler 170 Artikel

Bettina Behler, Medieninformation Evangelische Öffentlichkeitsarbeit Frankfurt und Offenbach

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