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Christus ist auferstanden! Voller Vertrauen in die Ostertage

Gerade dieses Jahr hätten wir den Osterjubel bitter nötig, aber er will sich nicht so recht einstellen. Den Frauen am leeren Grab ging es genauso.

Amina Bruch-Cincar ist Pfarrerin in Offenbach und Mitglied in der Redaktion des EFO-Magazin. | Foto: Tamara Jung
Amina Bruch-Cincar ist Pfarrerin in Offenbach und Mitglied in der Redaktion des EFO-Magazin. | Foto: Tamara Jung

Der Osterjubel, er will nicht so recht. Wir befinden uns im zweiten Jahr unter Corona, da vergeht einem der Enthusiasmus. Wir haben genug mit uns selbst zu tun. Mit der Angst vor Mutanten und der bangen Frage, wann wir endlich den Arm zur Impfung herzeigen dürfen.

Ein lahmer Osterjubel wird das, mit den Gedanken woanders. Irgendwie hängengeblieben im Leiden, in der Passionszeit. Ostern, wir sehen dich nicht! Wir wollen mitjubeln. Wir haben dich bitter nötig, allein uns fehlt der Glaube! So ging es auch den Frauen am leeren Grab, als der Leichnam Jesu verschwunden war. Von zwei Engeln erhielten sie den Hinweis: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden!

Ja, ein Engel müsste man sein. Der sieht die Geschichte aus sicherer Warte und weiß, wie sie ausgeht. Jesus lebt, er ist auferstanden! Was sorgt ihr euch, kapiert ihr denn gar nichts? Nein, wir kapieren es nicht. Wir sind noch nicht so weit. Die Frauen brauchten auch noch etwas Zeit, bis es in ihre Herzen und Hirne vordrang: Jesus lebt. Aber dann! Dann brach die Freude durch, dass Gott in allem Leiden und Sterben nur eines im Sinn hat: dass das Leben eine neue Chance erhält. Danach sehne ich mich.

Und bis dahin? Bis dahin möchte ich wie ein Kind meine Hand in die des Engels schieben, voll Vertrauen, dass er schon Bescheid weiß, wo ich noch nicht so weit bin.


Autorin

Amina Bruch-Cincar ist Pfarrerin in der Gustav-Adolf-Gemeinde in Offenbach und Kolumnistin des EFO-Magazin.

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