Aktuelles

Duftende Gänsebraten im WESER5 Diakoniezentrum

Airport Club Frankfurt und OB Feldmann bereiten Wohnungslosen eine Freude

Knuspriger Gänsebraten aus der exklusiven Küche des Airport Clubs Frankfurt für die Gäste des Diakoniezentrum WESER5  |  Foto: Rolf Oeser
Knuspriger Gänsebraten aus der exklusiven Küche des Airport Clubs Frankfurt für die Gäste des Diakoniezentrum WESER5 | Foto: Rolf Oeser

Knusprigen Gänsebraten aus der exklusiven Küche des Airport Clubs Frankfurt gab es am Donnerstag, 17. Dezember 2020, im Tagestreff des WESER5 Diakoniezentrums. Das Küchenteam in der 9. Etage des Frankfurt Airport Centers 1 bereitete 100 Festtagsgänse, Rotkohl und Kartoffelklöße frisch zu, während unten schon ein mit Blaulicht bestückter Wagen der Bundespolizei wartete, um die „Fluggänse“ pünktlich zum Mittagessen in die Einrichtung für Wohnsitzlose im Frankfurter Bahnhofsviertel zu bringen.

„Unsere Besucher*innen freuen sich sehr über dieses festliche Essen, das sie heute, dank der Spende des Airport Clubs, genießen können“, sagt Jürgen Mühlfeld, Leiter des WESER5 Diakoniezentrums, zu dem auch die Aufsuchende Sozialarbeit am Frankfurter Flughafen gehört.

Das Diakonische Werk für Frankfurt und Offenbach leistet am Airport, unterstützt von Fraport AG, Streetwork für die rund 80 dort lebenden Wohnungslosen. Rund 50 Frauen und Männer halten sich dauerhaft am Flughafen auf, schlafen im Sitzen in den Wartebereichen, nutzen die Toiletten und Waschgelegenheiten. Sie sammeln Pfandflaschen und bitten Fluggäste um Kleingeld, beides war allerdings wegen der Pandemie in diesem Jahr kaum möglich. Ihnen vor Weihnachten eine Freude zu bereiten war den beiden Geschäftsführern des Airport Clubs, Reina Mehnert und Roland Ross, daher ein besonderes Anliegen. Auch den Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann bewegte die Frage, wie er Wohnungslose in der Vorweihnachtszeit dieses harten Corona-Jahres unterstützen kann. Zum Auftakt der „Aktion Fluggans“ kam das Frankfurter Stadtoberhaupt an den Flughafen und übergab eine Spende in Höhe von 1500 Euro für Schlafsäcke aus seinen Verfügungsmitteln innerhalb der Naspa-Stiftung. „Gerade in schwierigen Zeiten gilt es, füreinander da zu sein, sich zu helfen und zu unterstützen. Die kalten Temperaturen in den Winternächten können für Obdachlose zu einer gefährlichen Bedrohung werden. Ich hoffe, mit den gespendeten Schlafsäcken die Situation der Menschen ein wenig zu verbessern“, so Feldmann.

Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann übergibt eine Spende in Höhe von 1.500 Euro für Schlafsäcke aus seinen Verfügungsmitteln innerhalb der Naspa-Stiftung.  |  Foto: Rolf Oeser
Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann übergibt eine Spende in Höhe von 1.500 Euro für Schlafsäcke aus seinen Verfügungsmitteln innerhalb der Naspa-Stiftung. | Foto: Rolf Oeser

CR Investment Management, Inhaber des Airport Clubs, spendeten Zelte, Rucksäcke sowie 100 Fahrkarten für Wohnungslose, die Bundespolizei half, in dem sie die Gänsebraten transportierte.
Im mit Sternen und einer Krippe geschmückten Tagestreff des WESER5 Diakoniezentrums deckten Mitarbeiter*innen des Airport Clubs die Tische festlich ein und servierten den duftenden Gänsebraten. Reina Mehnert vom Vorstand des Airport Club, die einst die erste Berliner Tafel initiierte, sagt: „Ich bin immer für gute Ideen zu haben, um Menschen in Not zu unterstützen und ihnen eine Freude zu bereiten.“ Die „Aktion Fluggans“, die für leuchtende Augen und Wohlbehagen sorgte, soll keine Einmalaktion bleiben, soviel steht für Reina Mehnert jetzt schon fest.


Autorin

Susanne Schmidt-Lüer ist Pressesprecherin des Diakonischen Werkes für Frankfurt und Offenbach. Sie schreibt auch als freie Autorin vor allem über Sozialpolitik, Kirche, Alter und wirtschaftspolitische Themen.