Kühl bleiben in heißen Zeiten
Die Temperaturen sind in diesem Sommer auf ungeahnte Höhen gestiegen und der Sommer ist noch nicht vorbei. Die Stadt Frankfurt hat auf ihrer Seite eine Karte angelegt, die „Kühle Orte“ nennt (>> hier). Unter anderem sind hier auch die evangelische Lutherkirche, Nordend, und die evangelische Marienkirche in Frankfurt-Seckbach, Wilhelmshöher Straße 133, genannt. Die Kirche in Seckbach ist nur donnerstags von 16 bis 17 Uhr geöffnet, der Hof jedoch spendet Schatten und lässt einen rasten, er steht durchgehend zur Verfügung, so wie beispielsweise auch der Kirchgarten in Nieder-Eschbach, Deuil-La-Barre-Straße 76. In der Luthergemeinde ist die Kirche, Martin-Luther-Platz 1, täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet und lädt im Innenraum zum Verweilen ein.
In der Innenstadt bieten sich die Alte Nikolaikirche der Evangelischen Sankt Paulsgemeinde auf dem Römerberg an, sie hat 365 Tage im Jahr geöffnet, im Sommer täglich von 10 bis 20 Uhr. Ähnlich die evangelische Sankt Katharinenkirche an der Hauptwache, ihre Öffnungszeiten sind neben den Gottesdiensten und Veranstaltungen montags bis freitags 12 bis 18 Uhr. Die Hoffnungsgemeinde lädt in ihren Hoffnungsgarten unweit der Messe ein, Zugang über das Tor Hohenstaufenstraße 30.
Die Stadt Offenbach hat eine ökumenische Übersicht an „Kühlen Orten“ zusammengestellt: demnach hat die katholische Kirche St. Paul, Kaiserstraße 60, geöffnet: Freitag, 14 bis 17 Uhr, Sonntag, 10 bis 13 Uhr, und die Katholische Gemeinde St. Peter, Berliner Straße 274, Samstag, 8 bis 18 Uhr. Die Französisch-Reformierte Gemeinde, Herrnstraße 43, ist freitags von 12 bis 16 Uhr und am Sonntag, 9 bis 18 Uhr, zugänglich, die evangelische Stadtkirche, Herrnstraße 44, Montag bis Freitag von 12 bis 18 Uhr, am Samstag von 11 bis 13 Uhr.
Die Diakonie nimmt Geld in die Hand für Schutzmaßnahmen in den Kitas gegen Hitze
Die Diakonie Frankfurt und Offenbach investiert eine Million Euro in den Hitzeschutz ihrer evangelischen Kindertagesstätten. Mit dem Programm reagiert der Träger auf die zunehmenden Belastungen durch immer häufigere und längere Hitzeperioden und stärkt den Schutz von Kindern und Mitarbeitenden. Bereits in diesem Jahr sind an zahlreichen Standorten Maßnahmen geplant. Dazu zählen beispielsweise das Anbringen von Sonnenschutzfolien und Sonnensegeln. Darüber hinaus werden Jalousien automatisiert, Möglichkeiten zur nächtlichen Auskühlung von Gebäuden geschaffen und Lüftungsanlagen technisch weiterentwickelt. An geeigneten Standorten wird zudem geprüft, Kühlregister in bestehende Lüftungsanlagen nachzurüsten oder energieeffiziente Kühllösungen in Verbindung mit Wärmepumpen und Photovoltaik einzusetzen.
Ziel der Investitionen ist es, die Gebäude so auszustatten, dass Hitzebelastungen frühzeitig reduziert und Einschränkungen des Kitabetriebs möglichst vermieden werden. Schließungen sollen auch künftig die absolute Ausnahme bleiben. Parallel setzt der Fachbereich Evangelische Kindertagesstätten einen verbindlichen Hitzeschutzplan um. Er greift bereits ab einer Außen- oder Innenraumtemperatur von 26 Grad Celsius und legt in einem vierstufigen Ampelsystem fest, welche Maßnahmen die Einrichtungen ergreifen – von konsequenter Verschattung, zusätzlichen Trinkangeboten und angepassten Tagesabläufen über die Nutzung kühlerer Räume bis hin zu weitergehenden Schutzmaßnahmen bei extremer Hitze. Ziel ist es, frühzeitig auf steigende Temperaturen zu reagieren und gesundheitliche Belastungen für Kinder und Mitarbeitende möglichst zu vermeiden. Eine Schließung einzelner Gruppen oder ganzer Einrichtungen ist dabei nur als letztes Mittel vorgesehen, wenn trotz aller Maßnahmen keine sichere Betreuung mehr gewährleistet werden kann
„Der Klimawandel ist in unseren Kindertagesstätten längst angekommen. Kinder zählen zu den besonders hitzegefährdeten Menschen. Deshalb handeln wir jetzt entschlossen und investieren gezielt in den Hitzeschutz unserer Einrichtungen. Diese Million Euro ist eine Investition in Gesundheit, Fürsorge und gute Bildungsorte“, sagte Markus Eisele, Verbandsleiter und Diakoniepfarrer des Evangelischen Regionalverbands Frankfurt und Offenbach. Diakon Carsten Baumann, Geschäftsführer des Fachbereichs Evangelische Kindertagesstätten, betont: „Wir setzen auf passgenaue Lösungen für jede Einrichtung. Wo immer möglich, haben bauliche Maßnahmen wie Verschattung und Nachtauskühlung Vorrang. Ergänzend prüfen wir moderne technische Lösungen. So schaffen wir für Kinder und Mitarbeitende auch an heißen Tagen ein möglichst sicheres und gesundes Umfeld.“
Der Evangelische Regionalverband Frankfurt und Offenbach ist Träger von rund 80 evangelischen Kindertagesstätten in Frankfurt und Offenbach. Mit der Investition unterstreicht er seinen Anspruch, den Folgen des Klimawandels aktiv zu begegnen und Verantwortung für den Schutz der ihm anvertrauten Kinder und Beschäftigten zu übernehmen.
Die Erwachsenenbildung/Seniorenarbeit des Evangelischen Regionalverbandes hat zwei Angebote gezielt für diese heißen Zeiten konzipiert:
Donnerstag, 30. Juli, 10 – 11.30 Uhr
Gemeinsam singen in kühlen Räumen
Schlager, Volkslieder und anderes wird angestimmt
Die Evangelische Erwachsenenbildung Frankfurt lädt zu einem gemeinsamen Singvormittag in die angenehm kühlen Räume der Heiliggeistkirche ein. Gesungen werden Schlager, Volkslieder, Oldies und weitere bekannte Lieder. Vorkenntnisse oder Notenkenntnisse sind nicht erforderlich – im Mittelpunkt stehen die Freude am gemeinsamen Singen und das musikalische Miteinander. Die Chorleitung übernimmt Musikpädagogin Iris Skoberne. Anmeldung unter Telefon 069 92105-6678 oder per E-Mail an erwachsenenbildung@frankfurt-evangelisch.de.
Heiliggeistkirche, Eingang beim Pförtner des Dominikanerklosters, Kurt-Schumacher-Straße 23, F-Innenstadt
Anmeldung erwünscht
und
Dienstag, 4. August 2026, 14 – 17 Uhr
Kühle Kirche, kreative Köpfe
Zeichnen statt Schwitzen
Hoch hinaus im Häuserbau, kommt es schnell zum Hitzestau. Coole Orte sind gefragt, wenn der Puls in die Höhe jagt. Orte, wo wir etwas fühlen und auch unsre Köpfe kühlen. Kirche bietet beides an, wo man sich entfalten kann. Lass uns der Hitze ein Schnippchen schlagen und zeichnend neue Ideen wagen: Die Evangelische Erwachsenenbildung Frankfurt lädt zu einem kreativen Zeichenangebot in die kühle evangelische Kirche Nieder-Eschbach, Deuil-La-Barre-Straße 76, ein. Unter fachlicher Anleitung der Künstlerin Petra Boßhammer können Teilnehmende zeichnerisch kreativ werden, zur Ruhe kommen und neue Ideen entwickeln. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, alle Materialien werden zur Verfügung gestellt. Das Angebot richtet sich an alle, die der Sommerhitze für einige Stunden entfliehen und ihre Kreativität entdecken möchten. Anmeldung unter Telefon 069 92105-6678 oder per E-Mail an erwachsenenbildung@frankfurt-evangelisch.de
Evangelische Kirche Nieder-Eschbach, Deuil-La-Barre-Straße 76, F-Nieder-Eschbach
Anmeldung erwünscht