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Solidarität umgesetzt in Wasserversorgung

Ökumenepfarrer freut sich über 48.000 Euro von Knorr-Bremse Global Care für Partnerregion in Ghana

Immer noch haben mehr als 660 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.
Immer noch haben mehr als 660 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Bild: http://www.unsplash.com

Am 22. März wird der Weltwassertag begangenen, ins Leben gerufen wurde er 2003 von UN-Water. Michael Mehl, Pfarrer für Ökumene beim Evangelischen Stadtdekanat Frankfurt und Offenbach, zu dessen Aufgabengebiet unter anderem die Pflege der kirchlichen Ghanapartnerschaft zwischen Rhein-Main und Nordghana zählt, freut sich, dass er kurz vor dem Tag, mit dem die Vereinten Nationen auf die Bedeutung des kostbaren Nasses aufmerksam machen wollen, ein neues Förderprojekt bekannt geben kann: Nach einem Auswahlverfahren hat Knorr-Bremse Global Care e.V. entschieden, den Bau von Regenwasserzisternen in East Gonja mit gut 48.000 Euro zu fördern. „Gemeinsam mit unserem ökumenischen Partner in Nordghana, der Northern Presbytery der Presbyterian Church of Ghana, haben wir den Antrag zur Förderung des Baus gestellt", berichtet der Theologe.

Solche punktuellen konstruktiven Projekte sind Michael Mehl ein Anliegen. „Sie machen deutlich, wie solche internationalen Partnerschaften in konkrete Solidarität umgesetzt werden können“, findet er und erinnert daran: „Trotz verstärkter Bemühungen der weltweiten Entwicklungszusammenarbeit im Rahmen der Millenniumsziele und einiger Erfolge in den vergangenen Jahren haben weltweit immer noch mehr als 660 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.“ Mehr als 2,4 Milliarden Menschen bleibe der Zugang zu verbesserten Sanitäreinrichtungen vorerst verwehrt, ergänzt Mehl. Der Weltwasserstag 2019 steht unter dem Motto „Leaving no one behind – water and sanitation for all" – „Niemand zurücklassen - Wasser und Sanitärversorgung für alle". Dazu passe das Vorhaben in Ghana bestens, findet der Ökumenepfarrer.

Knorr-Bremse Global Care e.V. engagiere sich seit 2013 auch im Bereich WASH - kurz für „Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene“ in Asien und Afrika, berichtet Mehl. Zudem setze der Verein sich für Bildungsprogramme und Katastrophenhilfe ein. Mittels des Projekts „Regenwassernutzung“ sollen nun insgesamt 20 Regenwasserzisternen in der Region East Gonja District unter der Anleitung von Presbyterian Agricultural Services gebaut werden. Die Region gehört zur Partnergemeinde Salaga District. Ziel des Projektes ist es, die Dorfbevölkerung mit Trinkwasser zu versorgen und die Frauen und Mädchen vom Wasserholen zu entlasten, damit mehr Zeit für Familie und Bildung bleibt. Vor zwei Jahren hat die Frankfurter Allgemeine Zeitung mit einem Spendenprojekt den Bau eines Schülerinnenwohnheims der Partnerkirche in Tamale, Ghana, unterstützt.

Zentral bei dem neuen Projekt ist auch, insgesamt die hygienischen Standards zu verbessern. Neben dem Bau von Zisternen beinhaltet das Vorhaben unter anderem Hygieneerziehung. Darüber hinaus werden die Dorfbewohner und - bewohnerinnen in kleinere Reparaturarbeiten - „Maintenance“ - eingewiesen, um so selbst Verantwortung zu übernehmen. „Das Projekt kommt natürlich allen - unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit - zu Gute“, sagt Mehl. Insgesamt profitieren 623 Familien in acht Dorfgemeinschaften von den neuen Regenwasserzisternen.


Autorin

Bettina Behler 99 Artikel

Bettina Behler, Medieninformation Evangelische Öffentlichkeitsarbeit Frankfurt und Offenbach