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Klima: Jedes Bienenhotel zählt

Die Klimaforscher, die die globale Erwärmung seit einem halben Jahrhundert richtig vorhergesagt haben, lagen nur bei Tempo und Ausmaß einiger Entwicklungen falsch. Sie haben sie unterschätzt.

Acht Bienenvölker haben im Glockenturm der Wartburggemeinde ein zu Hause und produzieren „Turmhonig“, der Kirchgarten hinter dem Kirchturm bietet den Bienen mit blühenden Pflanzen die nötige Nahrung. |
Acht Bienenvölker haben im Glockenturm der Wartburggemeinde ein zu Hause und produzieren „Turmhonig“, der Kirchgarten hinter dem Kirchturm bietet den Bienen mit blühenden Pflanzen die nötige Nahrung. | Bild: Rolf Oeser

Menschen haben die zweifelhafte Gabe, unbequeme Warnungen und Anzeichen zu ignorieren oder klein zu reden, so lange sie nicht persönlich betroffen sind. Eine Ahnung, dass die menschengemachte Umweltzerstörung auch ganz konkret in Frankfurt angekommen ist, bekamen die Menschen allerdings in den letzten beiden heißen Sommern. Doch was für uns hierzulande bisher lediglich lästig ist, bedeutet weltweit Großbrände, Sturmfluten, extreme Hitze, Erwärmung der Ozeane. Folgen: Insekten, Fische, Korallen, Bäume – sie sterben. Städte versinken im Meer, Megadürren, Hungerkrisen, Massenflucht.

Die Klimaforscher, die die globale Erwärmung seit einem halben Jahrhundert richtig vorhergesagt haben, lagen nur bei Tempo und Ausmaß einiger Entwicklungen falsch. Allerdings haben sie diese nicht über-, sondern unterschätzt. Die sogenannten Klima-Kipppunkte des Erdsystems, deren Überschreiten zu unumkehrbaren, verhängnisvollen Veränderungen führt, lassen keinen Spielraum mehr für falsche Prioritäten, ob in der großen Politik oder vor der eigenen Haustür. Doch was kann jeder Einzelne tun, um zu retten, was noch zu retten ist? Es ist wichtig zu verstehen: Jeder Beitrag, der die Umwelt schont, ist wertvoll. Und an dieser Stelle muss und kann eine Organisation wie Kirche alle Möglichkeiten nutzen, um die Schöpfung zu bewahren. Zahlreiche Frankfurter Kirchengemeinden tun das bereits. Mit fair gehandelten Produkten, Müllsammeln, Upcycling, Lastenradverleih, Lebensmittelrettung, Plastikvermeidung und Bildungsarbeit. Besonders wertvoll sind Aktionen gegen das Insektensterben wie Insekten- und Bienen­hotels, die zum Beispiel die Wartburggemeinde auf ihrem Gemeinde­gelände aufgestellt hat.

Beratung oder Hilfe für Projekte gibt es hier:

www.lustaufbesserleben.de

Wichtiger Termin!

Am 20.9. findet der dritte globale Klimmastreik statt. „Fridays for Future“ ruft alle Generationen auf, gegen die anhaltende Umweltzerstörung laut zu werden.
https://fridaysforfuture.de