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Einführung von Pfarrerin Anja Bode in Niederrad

Anja Bode wird am Sonntag, 11. März, 14 Uhr, von Prodekanin Ursula Schoen als Pfarrerin der Evangelischen Paul-Gerhardt-Gemeinde, Gerauer Straße 52, eingeführt. Damit steht neben Angelika Detrez eine zweite Pfarrerin im Dienst der Niederräder Gemeinde.

Ganz neu ist Bode nicht in der Gemeinde, schon seit dem vergangenen Sommer wirkt die 53-jährige als Vertretung in der Gemeinde mit, im Dezember wurde sie vom Kirchenvorstand in ihr neues Amt gewählt. Über einen Umweg kam die Pfarrerin zur Theologie: Nach dem Abitur studierte die in Limburg an der Lahn aufgewachsene Tochter eines Arztes und einer Krankenschwester erst einmal ein Semester „Humanbiologie“. Doch nach ein paar Monaten war ihr klar, „das ist mir zu theoretisch, hat zu wenig direkt mit Menschen zu tun“. Die Theologie habe sie schon lange interessiert und wurde dann ihre Fachrichtung. In Heidelberg und Mainz absolvierte Bode ihr Studium, in beiden Städten war die Judaistik ein Schwerpunkt ihres Interesses, in Heidelberg schrieb sie sich auch an der Hochschule für Jüdische Studien ein. Die Wissenschaft lockte sie, aber nach dem Vikariat habe sie gemerkt, Gemeindearbeit, „das ist das, was ich machen will“. 14 Jahre wirkte sie in Glashütten im Taunus als Pfarrerin.

Gottes Wort in die Nachbarschaft zu bringen, im Team zu arbeiten, gefällt ihr. Direkt vor Ort was zu bewirken für die Gesellschaft, sagt ihr zu. In Niederrad hat Bode sich in den vergangenen Monaten unter anderem schon für mehr Hortplätze engagiert. Sie ist mit zum Ortsbeirat gegangen, hat eine elterliche Unterschriftenaktion mitinitiiert und dazu beigetragen, dass unlängst mehr als 1000 Unterschriften an Frankfurts Oberbürgermeister Feldmann gingen, die für weitere Kinderbetreuungsplätze werben.

Für die neue Pfarrerin selber ist Kinderbetreuung kein Thema mehr, ihre drei sind erwachsen und aus dem Haus, mit ihrem Mann zieht Bode in die Pfarrwohnung.