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Hass schadet der Seele

Seit einigen Tagen hängt an der Außenfassade der Box von Sankt Peter, in der die Bands ihr Equipment abladen, in der Material für Workshops gelagert wird - ein Banner: „Hass schadet der Seele“. Passanten und Autofahrer sehen die Aufschrift, von der Bushaltestelle an der Bleichstraße aus ist es zu entdecken. Eberhard Klein, Geschäftsführer der Jugendkulturkirche, weist darauf hin, dass dieses Banner der Auftakt ist, weitere zum Thema „Schadet der Seele…“ sollen im kommenden Jahr folgen. Das erste Banner wurde von dem Veranstaltungspartner von Sankt Peter finanziert, der Firma „Palast Promotion“.

Hintergrund des Banners ist eine Erklärung, die das Team von Sankt Peter verabschiedet hat. Sie lautet:

„In den letzten Jahren nehmen in unserem Land Hass und Menschenfeindlichkeit zu, Menschen werden ausgegrenzt und angegriffen, weil sie anders aussehen, weil sie anders leben oder weil sie anders glauben. Beinahe täglich sehen sich Mitmenschen antisemitischer und rassistischer Hetze ausgesetzt, Menschen werden verletzt an Leib und Seele. Wir können und wir wollen dazu nicht schweigen. Wir verstehen, dass Menschen Ängste entwickeln, wenn es gesellschaftliche Veränderungen gibt. Aber Angst darf nicht in Hass oder Hetze auf andere umschlagen! Hass schadet der Seele.

Wir glauben: Jeder Mensch ist ein Ebenbild Gottes (Bibel, Genesis 1,27). Jeder Mensch ist einzigartig und besitzt Würde. Jeder Mensch verdient Respekt. Wir glauben, - dass wir friedlich und menschlich miteinander leben und das Leben in Stadt und Land gemeinsam gestalten können - dass uns in jedem anderen Menschen ein Geschöpf Gottes begegnet – auch wenn er oder sie anders ist als wir selbst. Uns selbst zu lieben, wie unsere Mitmenschen – Nächste und wie Fremde – das tut der Seele gut. (Bibel, Leviticus 19,18)“.