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Hausen: Eine Bronzeskulptur für das Gemeindehaus

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Eine Skulptur des Künstlers Kai Georg Wujanz steht seit März im Foyer des neuen Gemeindehauses der Kirchengemeinde Frankfurt-Hausen. Der Hintergrund ist allerdings ein trauriger: Finanziert wurde das Kunstwerk aus der Versicherungs-Entschädigung für den Diebstahl des historischen Abendmahlsgerätes.

Die Skulptur des Künstlers Kai Georg Wujanz symbolisiert die Gemeinde: Viele Menschen, gehalten von der Hand Gottes. | Foto: Ilona Surrey
Die Skulptur des Künstlers Kai Georg Wujanz symbolisiert die Gemeinde: Viele Menschen, gehalten von der Hand Gottes. | Foto: Ilona Surrey

Auf einer gewölbten Schale, die wie eine offene Hand Geborgenheit und Halt vermittelt, gruppieren sich Menschen jeden Alters. Sie stehen in unterschiedlichsten Beziehungen zueinander. Manche stehen eng beieinander, andere sind in kleinen Gruppen unterwegs, wieder andere stehen leicht abseits, manche gar allein. Aber alle gehören sie dazu.

Für die Gemeinde ist die Skulptur ein Bild für das Gehaltensein in Gottes Hand: „Alle sind von Gott gehalten und getragen, so wie sie sind. Und alle sind Gemeinde, bringen ein, was und wer sie sind“, steht auf der Internetseite, die die Skulptur vorstellt.

Dass die Skulptur hierher kam, hat allerdings einen traurigen Hintergrund. Vor einigen Jahren wurde in das alte Gemeindehaus eingebrochen, und die Diebe entwendeten Kirchenbücher und das historische Abendmahlsgerät von 1785. Ein schwerer Verlust für die Gemeinde Hausen, der durch die Tatsache, dass die Versicherung den materiellen Wert von Tresor und Inhalt ersetzte, nicht wettgemacht werden konnte.

Im neuen, 2017 eingeweihten Gemeindehaus erinnern nun einige Kirchenfenster an das verlorene Abendmahlsgerät. Mit dem ausbezahlten Geld wurde Kai Georg Wujanz, der am Neubau des Gemeindehauses als Architekt beteiligt war und auch Bildhauer ist, mit der Schaffung einer Bronzeskulptur beauftragt.


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