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Lost in Culture

Im Eingangsbereich katholischer Kirchen gibt es meist kleine Schalen mit Wasser. Aber Achtung: Es ist nicht zum Trinken und auch nicht zum Waschen da!

Weihwasser im Frankfurter Dom  |  Foto: Angela Wolf
Weihwasser im Frankfurter Dom | Foto: Angela Wolf

Katholische, orthodoxe und anglikanische Gläubig bekreuzigen sich gerne beim Eintritt in eine Kirche mit Weihwasser, sie gedenken damit ihrer Taufe. Aber woher sollen das die vielen Nichtkatholiken, die heutzutage nach Frankfurt kommen (und gerne den Dom besuchen), denn wissen?

Ganz einfach: Ein unübersehbares Hinweisschild klärt sie auf. Auf Englisch und Mandarin informiert es darüber, dass es sich in der Schale um heiliges Wasser handelt, welches nicht zum Waschen und auch nicht zum Trinken zur Verfügung steht. Was dem chinesischen Buddhisten das Nichtbetreten der Türschwelle zum Gebetstraum ist (damit nicht etwaige gute Geister dort zertrampelt werden), ist der Katholikin ihr Weihwasser.

Aber jetzt mal ehrlich: Wie kommt man darauf, aus so einem Schälchen zu trinken oder gar darin waschen zu wollen? Wäre die Sache nicht so ernst, könnte man drüber lachen.

Aber, nun ja: Andere Länder, andere Sitten!


Autorin

Angela Wolf 47 Artikel

Angela Wolf ist Mitglied der Redaktion von Evangelisches Frankfurt und Offenbach. Sie studierte Soziologie, Politikwissenschaften und Psychoanalyse in Frankfurt am Main, arbeitet als freie Autorin und ist ehrenamtlich aktiv.

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