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Weihnachten – in der Kirche, unterwegs und auf dem Sofa

Die evangelischen Kirchengemeinden bieten im Jahr Zwei der Pandemie ganz unterschiedliche Gottesdienste an, nicht wenige mischen auch, laden ein, zu Gottesdiensten oder auch Stille im Kirchenraum, bieten aber auch Digitales an. Dazu kommen eine Reihe an Gottesdiensten, die an der frischen Luft gehalten werden.

Auch draußen erreicht die Menschen der Glanz des Weihnachtsfestes Foto: Ilona Frey/Unsplash
Auch draußen erreicht die Menschen der Glanz des Weihnachtsfestes Foto: Ilona Frey/Unsplash

In den evangelischen Kirchengemeinden wurde schon im Sommer für Weihnachten mehrgleisig geplant: Gottesdienste in der Kirche, unterwegs, im Netz. Und dennoch: In den Wochen vor Weihnachten mussten die Gemeinden erneut umplanen.

Beispielsweise Pfarrer Thomas Volz von der Evangelischen Miriamgemeinde, ansässig in Frankfurt-Bonames, Am Bügel und in Kalbach, informierte über einen Sondernewsletter „frischer als druckfrisch“ vergangene Woche über die Planungen zum Fest – zu finden sind die Gottesdienste in der Übersicht der Frankfurter Weihnachtsgottesdienste auf www.christliches-frankfurt.de: Da heißt es beispielsweise nach neuestem Stand nun 14.30 Uhr, vor dem Gemeindehaus Bonames, Open-Air-Gottesdienst für Familien mit kleinen Kindern, 15.30 bis 16 Uhr folgt ein Open-Air-Gottesdienst mit Videoprojektionen eines Weihnachtsmusicals. Zum Sondernewsletter der Miriamgemeinde gehört auch eine Gottesdienstvorlage für daheim.

Die ansteigenden Inzidenzen haben neben den Hinweisen auf Radio-, TV- und Internetangebote zum Fest auch die gedruckte Predigt mit Liedvorschlägen wieder vermehrt ins Spiel gebracht. Bei den Gottesdiensten vor Ort gilt Corona-Schutz, ob innen oder außen. Es empfiehlt sich, auf den Gemeindehomepages zu überprüfen, was gilt, vielfach wird 2G gefordert. Dort nachzuschauen ist auch sinnvoll, um zu klären, ob eine Anmeldung erforderlich ist, denn selbst draußen ist einfach vorbeikommen mancherorts nicht möglich. Das beliebte Outdoor-Krippenspiel in Bockenheim etwa ist bereits ausgebucht.

Doch Angebote an der frischen Luft gibt es auch andernorts: In Nieder-Erlenbach werden an Heiligabend gleich alle drei Gottesdienste im Kirchgarten gefeiert, in Nieder-Eschbach wird zu einem Open Air-Familiengottesdienst und anschließend zu einer Christvesper mit Bläsern in den Kirchgarten geladen. Die Dreifaltigkeitsgemeinde, Kuhwaldsiedlung und Europaviertel, bietet von 15 bis 18 Uhr eine Wandelweihnacht an der Funckstraße an, im benachbarten Gallus wird in der Kirchengemeinde Frieden und Versöhnung um 17 Uhr ein „Outdoor-Gottesdienst“ gefeiert, die Christmette um 23 Uhr wird in der Kirche an der Frankenallee gehalten. In der Ginnheimer Bethlehemkirche ist von 15 bis 19 Uhr ein „Kommen und Gehen nach Wunsch“ gewollt, anfänglich gibt es ein Angebot für Familien, nach einem musikalischen Teil geht es über in eine Christvesperform – Pfarrerin Susanne Domnick freut sich auf meditative Stimmung, auf „Weihnachten ohne Halligalli“. Nach ersten Erfahrungen mit dieser offenen Form im vergangenen Jahr sei in der Gemeinde klar gewesen – „wir machen das wieder, egal ob Corona oder nicht“. Begeistert ist sie auch von den „Konfis“, „die haben die Weihnachtsgeschichte auf ein Riesenbanner gesprayt“.

In der Riedberggemeinde fiel schon vor einiger Zeit die Entscheidung für zwei Videogottesdienste, um 22 Uhr wird in der Kirche eine Christmette mit Prodekan Holger Kamlah gefeiert, eine Anmeldung ist erforderlich, per Live-Stream ist es auch von zu Hause aus möglich, dabei zu sein. In Goldstein setzt die Dankeskirchengemeinde zum Fest in Sachen Gottesdienste auf Digitales, neben Christvesper und Krippenspiel gibt es auf der gemeindlichen YouTube-Seite www.dankeskirche.de/youtube auch spirituelle Impulse von Pfarrer Thomas Walter. Die Kirche ist offen an Heiligabend, als Raum für Gebet, Stille und Einkehr.

Die in Praunheim und Hausen ansässige Lydiagemeinde setzt auf einen Mix: Neben Gottesdiensten in den Kirchen, oft mit musikalischen Schwerpunkten, geht es in die Stadtteile: um 16 Uhr gestaltet an Heiligabend Pfarrer Holger Wilhelm auf dem Hof der Kerschensteinerschule einen Familiengottesdienst mit Krippensingspiel, Pfarrerin Katja Föhrenbach predigt am Nachmittag im Gemeindegarten. Hinzu kommt „Weihnachten auf Wanderschaft“ – Haltestationen sind Spielplätze in Praunheim oder auch das einstige Gemeindehaus in Westhausen. Vergangenes Jahr habe eine Frau nach einer der „Wander-Andachten“ gesagt: „In den 15 Minuten steckte so viel Weihnachten“, erzählt Pfarrerin Föhrenbach und fügt hinzu: „Auch Jesus und die Hirten waren unterwegs“.

Auf der ökumenische Seite www.christliches-frankfurt.de finden sich nach Stadtteilen geordnet die Infos zu den Gottesdiensten an Heiligabend und den Weihnachtsfeiertagen. Hier stehen auch die Internetadressen der jeweiligen Gemeinden.


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Bettina Behler 187 Artikel

Bettina Behler, Medieninformation Evangelische Öffentlichkeitsarbeit Frankfurt und Offenbach

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