Kunst & Kultur

Kinotipp „Maixabel“: Nach dem Terror

Kann es nach einem Attentat eine Versöhnung geben? Diese Frage stellt der Film „Maixabel“. Die Evangelische Filmjury empfiehlt ihn als Film des Monats.

Foto: Pifflmedien
Foto: Pifflmedien

Im Juli 2000 verübten die baskischen Separatisten der ETA in Spanien einen Mordanschlag auf den sozialistischen Politiker Juan María Jáuregui. Einige Jahre später wurden die drei Täter gefasst und verurteilt.

In ihrem Film „Maixabel“ erzählt Regisseurin Icíar Bolláin diese wahre Begebenheit aus der Perspektive von Maixabel Lasa, der Witwe des Ermordeten. Zwanzig Jahre später ist sie eine der wichtigsten Figuren im Kampf für das Gedenken an die Opfer. Doch als sie sich bereiterklärt, mit einem der Täter, der sich inzwischen von der ETA distanziert hat, zu sprechen, gefällt das nicht allen.

Icíar Bolláin stellt in ihrem Film die beteiligten Menschen und ihre individuelle Vergangenheitsbewältigung ins Zentrum. Dabei werden sowohl die Überlegungen von Maixabel als auch die des Attentäters Ibon Etxezarreta nachvollziehbar.

Ein sehenswerter Film, der leider auch von bleibender Aktualität ist. „Maixabel“ kommt am 26. Mai ins Kino und ist der „Film des Monats“ der Evangelischen Filmjury.


Autorin

Antje Schrupp 187 Artikel

Dr. Antje Schrupp ist Chefredakteurin des EFO-Magazins. Die Journalistin und Politikwissenschaftlerin bloggt auch unter www.antjeschrupp.com

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