Offenbach lokal

Pflegeheim: „Man muss den Abend nicht im Bett verbringen“

Ehrenamtliche vom „Freundeskreis Evangelischer Frauenverein“ umsorgen im Offenbacher Elisabeth-Maas-Haus alte Menschen.

Elisabeth Plaut, hier mit einer Bewohnerin des Elisabeth-Maas-Hauses, ist von ihrem Ehrenamt begeistert und hofft auf Mitstreiterinnen. | Foto: Rolf Oeser
Elisabeth Plaut, hier mit einer Bewohnerin des Elisabeth-Maas-Hauses, ist von ihrem Ehrenamt begeistert und hofft auf Mitstreiterinnen. | Foto: Rolf Oeser

Ob Singabende, Tanznachmittage oder Therapiehunde: Mit besonderen Angeboten kümmert sich der „Freundeskreis Evangelischer Frauenverein“ um alte Menschen im Elisabeth-Maas-Haus in Offenbach. „Der Frauenverein ist bekannt in Offenbach und hat einen guten Namen“, sagt Gabriele Plaut, die Vorsitzende, mit einem gewissen Stolz in der Stimme.

Im kommenden Jahr feiert der Verein sein 120-jähriges Bestehen. Obwohl sich die Aufgaben und Strukturen seit der Gründung 1903 stark verändert haben, macht er im Kern noch dasselbe: ehrenamtliche Arbeit, um Not zu lindern. In den 1960er Jahren erbaute der Verein das Elisabeth-Maas-Haus, seit 2012 ist es in Trägerschaft der Inneren Mission.

Die wirtschaftliche Verantwortung hat der Frauenverein so abgegeben, die Sorge für das Wohlergehen der Bewohner:innen aber nicht. Aus den rund 100 Vereinsmitgliedern bilden 14 Frauen einen aktiven Helferinnenkreis, die zum Beispiel Näharbeiten für die Bewohner:innen verrichten, sie zu Gottesdiensten begleiten oder verschiedene Feste unterstützen, erzählt Plaut. Vor allem die Abendbetreuung zeichne das Altenheim aus: „Man muss den Abend nicht im Bett verbringen.“

Seit Corona sei das Angebot allerdings stark eingeschränkt, sagt die 70-Jährige. Die Abendbetreuung finde nur noch ein- bis zweimal in der Woche statt und auch der Adventsbasar falle in diesem Jahr zum dritten Mal in Folge aus. Zusätzlich fehle es an Ehrenamtlichen: Viele Betreuerinnen hätten sich während Corona etwas anderes gesucht und seien nicht zum Freundeskreis zurückgekehrt.

Gabriele Plaut ist von ihrem Ehrenamt begeistert: „Mir macht es Freude mit alten Leuten zu arbeiten. Wenn ein Demenzkranker lächelt, ist das ein tolles Gefühl.“ Wer Interesse an einem solchen Engagement hat erreicht Gabriele Plaut unter Telefon 069 84 67 69.


Autorin

Monja Stolz 7 Artikel

Monja Stolz ist Mitglied in der Redaktion des EFO-Magazins.

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