Ausstellung

Rousseau und sein Abbild

Führung zu einer Skulptur von Jean-Antoine Houdon

  • Donnerstag, 17. September 2020
  • 19:30 Uhr
  • Liebieghaus, Schaumainkai 71, F-Sachsenhausen

Zu den Schätzen der Skulpturensammlung des Liebieghauses am Frankfurter Museumsufer gehört eine Darstellung des Philosophen, Schriftstellers, Pädagogen und Naturforschers Jean-Jacques Rousseau (1712 – 1778). Geschaffen hat die in dem Ausstellungshaus, Schaumainkai 71, Sachsenhausen, gezeigte Büste der Künstler Jean-Antoine Houdon (1741 – 1828). Am Donnerstag, 17. September 2020, wird im Rahmen einer Führung der ökumenischen Reihe „Kunst und Religion“ Stefan Scholz, Referat Kunst und Kultur des katholischen Hauses am Dom zusammen mit einem Kunsthistoriker den Blick auf den Erschaffer der antikisierenden Darstellung richten und zugleich auch Näheres zu dem Dargestellten erläutern.

Oft hatte der damals berühmte Houdon seinem Wunsch, den berühmten Philosophen und Schriftsteller Rousseau zu porträtieren, Ausdruck verliehen. Der Bildhauer traf jedoch niemals mit dem Philosophen zusammen, denn dieser lehnte es ab, porträtiert zu werden. Nachdem Rousseau am 2. Juli 1778 auf dem Landgut Ermenonville des Marquis René-Louis de Girardin bei Paris verstarb, bat der Marquis noch in der Nacht per Expressbrief Houdon, zu ihm zu reisen und eine Maske vom Gesicht des Verstorbenen zu machen, um dessen Züge für die Nachwelt zu bewahren. Mithilfe der Totenmaske und sicherlich auch auf Grundlage bereits vorhandener Porträts war Houdon in der Lage, den berühmten Philosophen wirklichkeitsnah wiederzugeben und im Jahr 1780 das Werk fertigzustellen, dass das Liebieghaus mit finanzieller Unterstützung der Kulturstiftung der Länder, der Ernst von Siemens Kunststiftung und des Städelschen Museums-Vereins e. V. erwerben konnte.

Es gelten die aktuellen Corona-Schutzbedingungen.

Die Tickets sind über den Onlineshop des Liebighauses erhältlich, www.liebieghaus.de