Feste, Märkte &Basare

Frisches aus dem Umland

Gemeinde unterstützt „Marktschwärmerei“

  • Donnerstag, 10. Juni 2021
  • 17:30 – 19:00 Uhr
  • Kaffeestube Gutleut, Gutleutstraße 131, F-Innenstadt

Am Donnerstag, 10. Juni 2021, von 17.30 bis 19 Uhr, ist es wieder soweit, im Hof der Kaffeestube Gutleut, Gutleutstraße 131, schlägt erneut ein Bio-Pop-up-Markt auf. Buntes Gemüse und Obst, Käse, Fisch und Fleisch liegen nicht aus, sondern stehen in Papiertüten und Kühlboxen verstaut auf den Tischen, bereitgestellt werden die Waren von der der „Marktschwärmerei“, Ende Mai gab es erstmals dieses Angebot im Gutleutviertel.

Katrin Groth lebt seit September in dem Quartier und vermisste, wie viele ihrer Nachbarinnen und Nachbarn, einen Markt, zumal es nur einen Supermarkt vor Ort gibt. Deshalb schloss sie sich zusammen mit zwei Freundinnen der Initiative „Marktschwärmerei“ an, die 2011 in Frankreich gegründet wurde. Dort firmiert sie unter dem Namen „La Ruche, qui Dit Qui (Der Bienenkorb, der Ja sagt“). In Deutschland heißt es „Schwärmerei“: „Für nachhaltige Lebensmittel schwärmen, die gute Idee immer mehr ausschwärmen und Schwärme von Menschen anziehen – da sind viele Assoziationen möglich“, findet Groth.

Das Konzept: Die angebotenen Lebensmittel stammen ausschließlich von bäuerlichen Erzeugern und kleineren Herstellerinnen aus der unmittelbaren Region. Groth hat nur Erzeuger:innen angesprochen, die nicht weiter als 18 Kilometer entfernt leben. Der neue Wochenmarkt funktioniert hybrid: Unter www.marktschwaermer.de kann online bis Dienstagabend direkt bei einem der 14 Erzeugerinnen und Erzeuger vorbestellt und bezahlt werden und donnerstags zwischen 17.30 und 19 Uhr kann das Georderte in der Kaffeestube abgeholt werden.

„Als Quartiersmanagement und Nachbarschaftsverein uns angesprochen haben, haben wir schnell zugesagt“, sagt Pfarrer Andreas Klein von der Evangelischen Hoffnungsgemeinde. „So kann die Gemeinde zur Verbesserung der Lebensqualität im Viertel beitragen. Ab 15 Uhr ist die Kaffeestube zu, dann können wir Hof und Räume zur Verfügung stellen. In normalen Zeiten bieten wir hier an vielen Nachmittagen und frühen Abenden Sozialberatung an. Wenn man sich im Stadtteil engagiert, kommt immer auch etwas zurück.“

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