Gottesdienst, Ökumene, Politik und Gesellschaft

Ökumenisches Corona-Totengedenken macht Namen sichtbar

Katholische und Evangelische Kirche laden zu liturgischen Gedenkfeiern ein

  • Samstag, 17. April 2021 - Sonntag, 18. April 2021
  • Samstag, 17. April, 19 Uhr, Dom, Domplatz 1, F-Innenstadt, Sonntag, 18. April, 18 Uhr, Diakonissenkirche, Cronstettenstraße 57-61, F-Nordend

Allein in Frankfurt sind 639 Personen mit oder an Corona gestorben (Stand: 22. März 2021). Tausende Menschen trauern um sie. Hinzu kommen viele, die in Frankfurt um geliebte Angehörige aus anderen Städten oder Teilen der Welt weinen.

Anlässlich des bundesweiten Gedenkens an die Verstorbenen der Pandemie, das am Sonntag, 18. April 2021 auf Anregung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier begangen wird, gibt es in Frankfurt zwei zentrale liturgische Gedenkfeiern: Am Samstag, 17. April, um 19 Uhr, im Dom, Domplatz 1, Innenstadt, und am Sonntag, 18. April, 18 Uhr, in der Diakonissenkirche, Cronstettenstraße 57-61, Nordend.

Dazu haben die katholische Stadtkirche Frankfurt und die Evangelische Kirche in Frankfurt und Offenbach gemeinsam die Aktion „Namentliches Gedenken an Corona-Verstorbene“ auf den Weg gebracht. Auf ökumenisch gestalteten Gedenkkarten kann der Name eines an oder mit Corona Verstorbenen eingetragen werden.

Bei beiden Gedenkfeiern werden die Namenskarten aufgestellt und danach in guter ökumenischer Zusammenarbeit im Zentrum für Trauerseelsorge aufbewahrt. Ziel der Aktion ist es, die Menschen, Lebensgeschichten und Namen hinter den anonymen Zahlen sichtbar zu machen.

So kann das Angebot wahrgenommen werden

Ab Karfreitag sind die Karten in katholischen und evangelischen Kirchen sowie in Krankenhäusern verfügbar. Caritas und Diakonie beteiligen sich an der Verteilung in Pflegeheimen und anderen Einrichtungen. Auch das Punctum (katholischer Kirchenladen an der Liebfrauenstraße) wird sie in Kooperation mit dem Zentrum für Trauerseelsorge ab dem Dienstag nach Ostern verteilen. Außerdem kann die Vorlage der Karte auch selbst heruntergeladen, ausgedruckt und eingeschickt werden

Damit alle Karten rechtzeitig zu den beiden Gedenkgottesdiensten gebracht werden können, bittet das Organisationsteam darum, diese bis spätestens Donnerstag, 15. April 2021, an die Fachstelle für katholische Stadtkirchenarbeit zu schicken (Domplatz 3, 60311 Frankfurt am Main).

Alle Karten werden jeweils in beiden Gottesdiensten aufgestellt. Besonders diejenigen, die Trauerkarten ausgefüllt haben, sind zur Teilnahme an einer der Gedenkfeiern eingeladen. Neben Menschen, die einen Angehörigen oder eine Freundin verloren haben, richten sich Gottesdienste und Aktion ausdrücklich auch an die Beschäftigte in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen, die Corona-Erkrankte bis zum Tod gepflegt und begleitet haben.

Das Projekt wurde von Andreas Böss-Ostendorf, Krankenhaus-Seelsorger im Nordwest-Krankenhaus und in der Kranken- und Altenseelsorge in Sankt Marien tätig, angestoßen und von einer kleinen Gruppe entwickelt, darunter einige Klinikseelsorger*innen. Vor allem Verena Kitz (Trauerzentrum St. Michael), Jörg Harald Werron (punctum) und Pfarrerin Silke Peters (zuständig für Altenseelsorge im Evangelischen Stadtdekanat Frankfurt und Offenbach) haben für die konkrete Umsetzung gesorgt.

Für die Teilnahme in der Diakonissenkirche bittet die evangelische Stadtkirche aufgrund einer begrenzten Anzahl an Plätzen um eine vorherige Anmeldung an: altenseelsorge@ek-ffm-of.de oder Telefon 069 204576-4030.

Für den katholischen Gottesdienst im Dom ist keine Anmeldung notwendig.