Gottesdienst

Ewigkeitssonntag in Frankfurt 2020

Zusätzliche Gottesdienste und unterschiedlicher Umgang mit Andachten auf Friedhöfen

  • Sonntag, 22. November 2020
  • 09:30 Uhr
  • In den Stadtteilen und auf dem Hauptfriedhof

Am letzten Sonntag des Kirchenjahres, das in der Woche vor dem Ersten Advent abgeschlossen wird, wird traditionell an die Verstorbenen erinnert. In diesem Jahr fällt der Kirchenjahrsabschluss, der Ewigkeitssonntag, auf den 22. November. In anbetracht der Corona-Pandemie wird 2020 das Gedenken vielerorts anders gestaltet als in anderen Jahren.

In einigen Frankfurter Stadtteilen wird angesichts der stark gestiegenen Infektionszahlen auf die Andacht auf dem Friedhof verzichtet. Um die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten, gibt es eine Reihe an zusätzlichen Gottesdiensten in den Kirchengemeinden. Die zentrale Veranstaltung der „Kirche für Trauernde“ findet auf dem Hauptfriedhof, Eckenheimer Landstraße 190, statt. Von 14 bis 16 Uhr sind die Pforten der Trauerhalle geöffnet zur „Einkehr in Stille, in Klänge, in Worte“. Abwechselnd werden Texte aus der christlichen Tradition verlesen und Orgelstücke, die zu dem Tag passen, gespielt. Vorher, um 13.30 Uhr, wird auf dem Hauptfriedhof zu einer Andacht für Gehörlose und Trauernde eingeladen.

Zu den Gemeinden, die in diesem Jahr auf die Andacht auf dem Friedhof des Stadtteils verzichten, zählen die Erlösergemeinde, Oberrad und die Paul-Gerhardt-Gemeinde, Niederrad. Hier erinnern die Pfarrerinnen dieses Jahr ausschließlich in den Gottesdiensten in ihren Kirchen an die Toten. Auch die Miriamgemeinde, Am Bügel, Bonames, Kalbach, hat den Gang zum Friedhof in Bonames abgesagt. Gemeindepfarrer Thomas Volz berichtet, wegen der kleinen Kirchen „machen wir mehr Gottesdienste“. Pfarrerin Petra Lehwalder, Harheim, Nieder-Erlenbach, hat gleichfalls die Andacht mit Posaunenbegleitung auf dem Neuen Friedhof in Nieder-Erlenbach abgesagt, Stattdessen gibt neben dem Gottesdienst am Sonntag, 22. November um 9.30 Uhr, am Samstag um 18 Uhr in der Harheimer Kirche einen weiteren Gottesdienst. In Nieder-Erlenbach wird um 11 und um 15 Uhr am Ewigkeitssonntag der Verstorbenen gedacht.

In Fechenheim gibt es auch mehrere Gottesdienste mit Totengedenken. Hier wird es jedoch – wie überall mit Sicherheitsabstand und Hygieneschutz – um 15 Uhr auf dem Stadtteil-Friedhof eine Andacht geben, sie wird in ökumenischer Form gehalten. Vorgesehen ist auch ein Gang an einzelne Gräber. Die Evangelische Kirchengemeinde Höchst bietet gleichfalls nicht nur am Vormittag um 11 Uhr, sondern auch um 15 Uhr auf dem Friedhof, Sossenheimer Weg 75-77, Gelegenheit, im Rahmen einer Andacht der Toten zu gedenken.

An drei Kirchorten der Evangelischen Kirchengemeinde Frankfurt-Nordwest, in Niederursel, Cantate Domino, Nordweststadt und Sankt Thomas, Heddernheim, wird im Vormittagsgottesdienst der Verstorbenen gedacht. Auf dem Heddernheimer Friedhof gibt es am Ewigkeitssonntag um 15 Uhr eine ökumenische Andacht. Wie in vielen anderen Gemeinden, sind im Nordwesten die Familien, die einen Angehörigen verloren haben, angeschrieben und eingeladen worden, verknüpft mit der Bitte um Anmeldung, so dass sie sich eines Platzes gewiss sein können.

Entsprechend hat es die Schwanheimer Martinusgemeinde gehandhabt. Um 11 Uhr findet in der dortigen Kirche ein Gottesdienst zum Ewigkeitssonntag statt, um 14 Uhr gibt es vor der Halle des Schwanheimer Friedhofs ein Gedenken. In Goldstein sind Trauernde um 15 Uhr zu einer Andacht auf den dortigen Waldfriedhof eingeladen, in Nied wird die Andacht morgens um 10.30 Uhr auf dem Friedhof an der Oeserstraße gehalten. In Bockenheim gibt es am Sonntag, 22. November um 10, 11 und 12 Uhr in der Sankt Jakobskirche, Andachten zum individuellen Totengedenken. Die Kirche ist durchgehend bis 13 Uhr geöffnet. Um 15 Uhr hält Pfarrerin Pia Baumann auf dem Bockenheimer Friedhof eine Andacht, Musizierende des Posaunenchors „blech inTakt“ werden sie begleiten. Auch in Nieder-Eschbach sind Posaunen zu hören, wenn am Nachmittag um 15 Uhr auf dem dortigen Friedhof, Tannenweg 3, eine Andacht gehalten wird.

Pfarrerin Silke Alves Christe, Dreikönigsgemeinde, hält gleichfalls um 15 Uhr, auf dem Südfriedhof an der Darmstädter Landstraße, eine Andacht, sie findet in der Trauerhalle statt und dauert rund 30 Minuten. Zudem werden in den Gottesdiensten in den Kirchen der Sachsenhäuser Gemeinde die Namen der Verstorbenen verlesen. In Eschersheim gibt es um 15 Uhr auf dem Friedhof, Nußzeil 13, eine Andacht, sie wird in ökumenischer Form sein. Auch hier gibt es wie überall in den Gottesdiensten ein Gedenken an die Menschen, die in den vergangenen zwölf Monaten verstorben sind.

Eine Übersicht zu den Frankfurter Gemeinden findet sich hier: