Musik

Thomasorganist konzertiert zum Orgelgeburtstag

Johannes Lang spielt Kompositionen von Vasks, Weckmann, Bach und mehr

  • Sonntag, 14. August 2022
  • 17:00 Uhr
  • Laurentiuskirche, Laurentiusstraße 1, F-Bergen-Enkheim

Seit der Einweihung der neuen Orgel der Enkheimer Laurentiuskirche im August 2012 hat sich das aus der Werkstatt des renommierten Marburger Orgelbauers Gerald Woehl stammende Instrument als klanglich und technisch überaus raffiniert erwiesen. Zum zehnten Geburtstag der Enkheimer Laurentiusorgel konnte die Evangelische Kirchengemeinde Bergen-Enkheim Johannes Lang gewinnen für einen Auftritt am Sonntag, 14. August 2022, um 17 Uhr, in der Laurentiuskirche, Laurentiusstraße 1.

Lang ist seit Jahresbeginn Organist der Leipziger Thomaskirche, der Kirche Johann Sebastian Bachs. Für den studierten Kirchenmusiker und Cembalisten ist mit der Berufung zum neuen Thomasorganisten ein Traum wahr geworden. Der ARD- und Bach-Preisträger ist an diesem Nachmittag erstmals in Frankfurt zu erleben.

Die Schirmherrschaft für das Konzert zum 10. Geburtstag der Enkheimer Woehl-Orgel trägt Uwe Maibaum, Landeskirchenmusikdirektor der Evangelischen Kirchen von Kurhessen-Waldeck. Außerdem wird das Konzert durch den gemeinnützigen Förderverein KlangKirche e. V. unterstützt.

Der Eintritt kostet 15 Euro. Kartenreservierung per E-Mail an reservierung@klangkirche.de oder unter der Telefonnummer 06109 21910.

Fragen an den Thomasorganisten Johannes Lang

Herr Lang, was bedeutet der Ruf in dieses angesehene Amt für Sie?

Es ist die Traumstelle, an die ich immer gedacht habe. Sie dann zu bekommen ist fantastisch. Ich freue mich täglich an den verschiedenen Herausforderungen, an der Zusammenarbeit mit dem Thomanerchor und natürlich an den herrlichen Orgeln in der Thomaskirche. Den „Atem Bachs“ im Nacken zu haben, ist mir Ansporn und Inspiration.

Ihr erstes Orgelkonzert in Frankfurt spielen Sie zum zehnten Geburtstag der Woehl-Orgel in der Enkheimer Laurentiuskirche. Woehl-Orgeln kennen Sie aus Ihrer Zeit in Potsdam und aus der Thomaskirche selbst. Was ist für Sie das Besondere an diesen Instrumenten?

Mich beeindruckt an Gerald Woehls Instrumenten seine Gabe, für jeden Raum und jede Aufgabe ein in sich schlüssiges und aussagekräftiges Instrument zu bauen. Es geht bei ihm immer um den Klang als Ausdruck der Empfindung der Spielenden, alles ist bei seinen Instrumenten darauf ausgelegt, dies möglichst leicht zu den Zuhörenden zu transportieren. Er versteht es wie nur ganz wenige, dass dazu eine Harmonie innerhalb des Instrumentes angelegt sein muss, in dem Bewusstsein, dass alle Teile einer Orgel in Beziehung zueinander stehen. Erst daraus kann das ergreifende Erlebnis mit Orgelklang entstehen.

Sie haben für Bergen-Enkheim ein sehr abwechslungsreiches Programm zusammengestellt - was war Ihnen dabei wichtig?

Der „Hymnus“ von Peteris Vasks, den Ihr Kantor Wolfgang Runkel vorgeschlagen hat, war da der Ideengeber. Intuitiv fiel mir dazu der Pfingsthymnus „Komm heiliger Geist“ von Weckmann ein, wozu sich schnell die große Bachfantasie hinzugesellte. Der sprudelnde Geist steht also im Vordergrund. Dazu habe ich Werke gewählt, zu denen ich eine intensive Beziehung habe. Christian Fink war mein Ururgroßonkel, Tilo Medek habe ich persönlich gekannt. Bachs Passacaglia setzt schließlich unter der Geistthematik den Schlusspunkt. Er holt dabei aus dem einfachsten thematischen Material das Maximum an „Verarbeitung“.