Politik und Gesellschaft, Vortrag/Diskussion, Online-Veranstaltung

„Brot und Rosen – für Alle*!“

Online - Diskussionsveranstaltung zu Geschlechtergerechtigkeit und Lieferketten

Am Weltfrauentag, Montag, 8. März 2021, lädt die Hessische Steuergruppe Lieferkettengesetz zu einer Diskussionsveranstaltung ein, bei er es um Geschlechtergerechtigkeit in globalen Lieferketten geht. Von 19 bis 21 Uhr wird im Haus am Dom debattiert, verfolgt werden kann die Diskussion im Livestream unter https://youtube.com/hausamdom. Karolin Seitz, Director Business and Human Rights Program des Global Policy Forum Deutschland und als solche Mitherausgeberin des Forderungspapiers zu Geschlechtergerechtiggkeit. Cristina Valdivia Caballero, Teilnehmerin der #ToxiTourMexico 2019, einer Karawane, welche die Auswirkungen der Tätigkeit Transnationaler Unternehmen und des Freihandels auf Menschen und Umwelt in Mexiko untersuchte, aktuell arbeitet sie als Fachpromotorin für Öffentlichkeit, Digitalisierung und Partizipation beim Entwicklungspolitischen Netzwerk Hessen e.V. (EPN Hessen) und die freie Journalistin Kathrin Zeiske, die seit mehreren Jahren vor allem zur Situation der Grenzstadt und Industriemotropole Ciudad Juarez arbeitet, werden diskutieren, moderiert wird die Runde von Andrea Jung, Entwicklungspolitisches Netzwerk Hessen e.V.

Dank der Kampagne Lieferkettengesetz werden ausbeuterische und ungerechte Arbeitsverhältnisse in den globalen Produktions- und Lieferketten der kapitalistischen Weltwirtschaft wieder breiter zur Kenntnis genommen: Warum kostet ein T-Shirt beim Discounter nur wenige Euro?

Noch kaum gesehen wird dabei, dass diese Ausbeutungsverhältnisse sich bestehende gesellschaftliche Ungleichheiten und Diskriminierungen profittabel zunutze machen und ihrerseits noch verstärken. Frauen und Mädchen sind in besonderer Weise von den negativen Auswirkungen betroffen.

Deshalb fordert das Regionale Bündnis für ein Lieferkettengesetz Geschlechtergerechtigkeit in globalen Lieferketten, etwa im Hinblick auf nicht entlohnte Fürsorgearbeit, sexualisierte Gewalt am Arbeitsplatz und fehlende Sicherheit im informellen Sektor. Es geht darum, verdrängte Kosten und Gewaltverhältnisse sichtbar zu machen und auch für diese bei Politik und Unternehmen verbindliche Regelungen, Sanktionen und Wiedergutmachungen einzufordern.

Dem Bündnis gehören an: Bistum Fulda, Referat Weltkirche, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Hessen, Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) Bezirk Hessen-Thüringen, Eine Welt Verein Dieburg e.V., Entwicklungspolitisches Netzwerk Hessen e.V., Katholische Akademie Rabanus Maurus im Haus am Dom, Oikocredit Förderkreis Hessen-Pfalz e.V., Pfarrstelle Gesellschaftliche Verantwortung beim Evangelischen Stadtdekanat Frankfurt und Offenbach, Sozialer Friedensdienst Kassel e.V., ver.di Landesbezirk Hessen, Weltläden in Hessen e.V., Weltladen Darmstadt, Solidarisch handeln e.V., Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN, Zentrum Oekumene der EKHN und EKKW.