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Chor- und Orgelmeile beim Museumsuferfest: Klangvielfalt von Amerika bis Frankreich

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Am 29. und 30. August gibt es wieder Kirchenmusik vom Feinsten in den Innenstadtkirchen.

Eine Station der Chormeile ist auch in diesem Jahr die Heiliggeistkirche. I Foto: Rolf Oeser
Eine Station der Chormeile ist auch in diesem Jahr die Heiliggeistkirche. I Foto: Rolf Oeser

Die Kirchenmusik in Frankfurt präsentiert sich auch 2026 zum Museumsuferfest mit einer beeindruckenden stilistischen und internationalen Vielfalt: Heroische Orgelwerke der Romantik, amerikanische Klangwelten, französische Orgelsymphonik, Gospel und Praise Music sowie Chormusik aus Deutschland, England und den USA prägen die Orgel- und Chormeile am 29. und 30. August 2026 in den katholischen und evangelischen Innenstadtkirchen und am Sachsenhäuer Museumsufer. „Mit Musikstücken aus vielen verschiedenen Ländern und aus vielen verschiedenen Stillrichtungen von klassischer bis hin zur Pop-Musik, wollen wir zeigen, wie vielfältig das musikalische Leben in unseren Gemeinden sein kann“, kündigt der evangelische Propsteikantor Raphaël Arnault an.

Angesichts des Qualitätsniveaus werden die zur Tradition gewordenen Wandelkonzerten von vielen geschätzt. Das Konzept hinter der Orgel- und der Chormeile: Besucherinnen und Besucher können von Kirche zu Kirche spazieren, unterschiedliche Sakralräume und ihre charakteristischen Klänge entdecken und zugleich das besondere Flair des Museumsuferfestes erleben.

Die Orgelmeile beginnt am Samstag 29. August, um 15 Uhr, die Chormeile am Sonntag, 30. August, um 16 Uhr. Das Prinzip ist an beiden Tagen das Gleiche: In jeder Kirche erklingt zur vollen Stunde ein halbstündiges Konzert. Anschließend bleibt genügend Zeit für den Weg zur nächsten Station. So entsteht eine musikalische „Meile“. Den Auftakt bildet am Samstag in der Leonhardskirche, Am Leonhardstor 25, in der Innenstadt das Programm „Eroica“ mit Werken von Marco Enrico Bossi, César Franck und Franz Liszt. Es folgen amerikanische Orgelmusik in der Deutschordenskirche, Brückenstraße 5, Sachsenhausen („Fanfare for the Common Man“). Mit Bach und Reger in der Dreikönigskirche, Dreikönigsstraße 32, ebenfalls Sachsenhausen, geht es weiter, es folgen Orchesterbearbeitungen für Orgel in der Heiliggeistkirche, Dominikanergasse 14, unweit der Konstablerwache. Werke von Rachmaninoff, Borodin, Widor und Debussy erklingen in der Liebfrauenkirche, Liebfrauenberg, Innenstadt. Regers monumentale Choralphantasie „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ wird unweit in Sankt Katharinen, An der Hauptwache, aufgeführt. Zum Abschluss der Orgelmeile wird im Dom St. Bartholomäus, Innenstadt, das Programm „À la française“ mit Werken von Vierne, Tournemire und Widor geboten.

Die Chormeile eröffnet am Sonntag ein gemeinsames Projekt der Chöre „Just Gospel!“ und „SurPraise“ mit modernen Gospel- und Praise-Songs in der Deutschordenskirche. Es folgen der Figuralchor Frankfurt mit deutscher Romantik, die Evangelische Kantorei Unterliederbach und Höchst mit englischer und amerikanischer Chormusik, der Chor Cantineo mit moderner Chorliteratur sowie die Kantorei St. Katharinen und das Neumeyer Consort mit dem Mitsingprogramm „Du meine Seele, singe“.

Die Chor- und Orgelmeilen gehören seit den späten 1990er Jahren zum festen Programm des Frankfurter Museumsuferfestes. Koordiniert wird das ökumenische Musikprogramm von den katholischen Regionalkantoren Manuel Bleuel und Peter Reulein sowie von dem evangelischen Propsteikantor Raphaël Arnault.

Reulein freut sich wie sein evangelischer Kollege Arnault über die internationale Ausrichtung.

Dore Struckmeier-Schubert moderiert in diesem Jahr zum letzten Mal die Chor- und Orgelmeile. | Bild: Stephanie von Selchow
Dore Struckmeier-Schubert moderiert in diesem Jahr zum letzten Mal die Chor- und Orgelmeile. | Bild: Stephanie von Selchow

Er weist daraufhin, dass 2026 eine Verabschiedung ansteht und zwar von der Moderatorin der Konzerte, Dore Struckmeier-Schubert. „Seit zehn Jahren begleitet sie die Stationen der Meilen mit profundem musikalischem Wissen, großer Sachkenntnis und ihrem besonderen Charme. Bei der letzten Station der Chormeile am Sonntag, 30. August um 20 Uhr in St. Katharinen werden die Schirmherren der Orgel- und Chormeile, Michael Thurn, Leiter der katholischen Stadtkirche, und der evangelische Stadtdekan Holger Kamlah, Frau Struckmeier-Schubert gebührend verabschieden.“ Als Journalistin, Stadtführerin, etwa für die „Freunde Bockenheims“, aber auch langjähriges Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), ist Struckmeier-Schubert das Moderieren gewohnt. Die Konzertreihe in Meilenform ist ihr seit ihrem Einstieg als Moderatorin 2017 besonders ans Herz gewachsen. Musik ist für sie „ein Glaubensschatz“. Mit profunden Kenntnissen und kurzweilig, nie länger als zwei, drei Minuten, hat sie in der vergangenen Dekade in die einzelnen Konzerte eingeführt.

Der Eintritt zu allen Konzerten ist frei. Die Orgel- und Chormeilen sind als zusammenhängendes Erlebnis konzipiert; die einzelnen Konzerte können jedoch auch unabhängig voneinander besucht werden. Der Weg zwischen den beteiligten Kirchen ist barrierefrei.


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