Die Zeitung "Evangelisches Frankfurt und Offenbach" wird zum Jahresende eingestellt
Im Dezember, pünktlich zum 50. Geburtstag, wird die letzte Ausgabe der Zeitung "Evangelisches Frankfurt und Offenbach" erscheinen – und damit endet eine Geschichte, die im Dezember 1976 begann.
Diese Entscheidung fällt uns nicht leicht. Fünfzig Jahre lang hat sich das EFO-Magazin mit journalistischem Anspruch den sozialen, politischen, kulturellen und religiösen Fragen unserer Zeit und unserer Städte gestellt. Es war nie ein Verlautbarungsorgan der Institution Kirche, sondern ein Ort des Diskurses. So ist es über die Jahrzehnte zu einem Flaggschiff lokaler evangelischer Publizistik geworden. Ich kenne keine andere evangelische Stadtkirche in Deutschland, die sich in dieser Form und über einen so langen Zeitraum mit ihren Mitgliedern verständigt hat. Warum also dieser Schritt?
Zwei Gründe geben den Ausschlag. Zum einen sind das die geringer werdenden finanziellen Ressourcen der evangelischen Kirche. Wir können nicht mehr alles finanzieren, was uns lieb und wichtig ist. Das Magazin kostet uns derzeit 400 000 Euro im Jahr, der weit überwiegende Teil sind Porto- und Versandkosten, die seit Jahren kontinuierlich steigen. Zum anderen erreichen wir mit einem klassischen Zeitungsformat gerade jüngere Generationen immer schlechter.
Deshalb haben wir uns entschlossen, das Magazin einzustellen. Als Stadtkirche werden wir uns auch zukünftig an unsere Mitglieder wenden. Wir werden weiterhin stadtgesellschaftliche Themen aus evangelischer Perspektive adressieren und über die wichtige Arbeit von Diakonie und Kirche in Frankfurt und Offenbach berichten – in den Gemeindebriefen, die Sie auf den vertrauten Wegen erreichen.
Zugleich richten wir unseren Blick nach vorn: Wir wollen unsere Online-Formate stärker ausbauen. Denn dort, wo Menschen – gerade jüngere – heute unterwegs sind, wollen wir präsent und ansprechbar sein: mit Themen, Haltung und Gesprächsangeboten, die genauso ernsthaft und vielfältig sind wie die, für die das EFO-Magazin fünfzig Jahre lang stand.
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