Aktuelles

Eröffnung von "Unter einem Zelt"

von

Religionsvertreter:innen und kommunale Organisationen laden alle Generationen dazu ein, bis zum 4. September vor der Paulskirche über Gott und die Welt ins Gespräch zu kommen.

Susanna Faust Kallenberg, Pfarrerin für interreligiösen Dialog im Evangelischen Stadtdekanat Frankfurt und Offenbach, gehörte zu denen, die ein Friedensgebet vortrugen. I Foto: Bettina Behler
Susanna Faust Kallenberg, Pfarrerin für interreligiösen Dialog im Evangelischen Stadtdekanat Frankfurt und Offenbach, gehörte zu denen, die ein Friedensgebet vortrugen. I Foto: Bettina Behler

Ein Friedensgebet aus der Sufi-Perspektive, weitere aus jüdischer, christlicher, muslimischer, aus buddhistischer Sicht – und das nacheinander und auf einer Bühne, so geschehen gestern Abend bei der Eröffnung von „Unter einem Zelt“ auf dem Paulsplatz. Vor der Kulisse der Paulskirche, „der Wiege der Demokratie“.

Viele packten mit an bei der Eröffnung des textilen Diskussionsraum.s I Foto: Wolf Kunik
Viele packten mit an bei der Eröffnung des textilen Diskussionsraum.s I Foto: Wolf Kunik

Rund 100 Leute kamen zur Eröffnung am Sonntagabend, nahmen Platz auf den Bänken, an den Tischen, später auch im Zelt.

Interessiert richtete manch internationaler Gast das Handy auf die Bühne und das marokkanische Königszelt, in dem bis zum 4. September Schulgruppen, Diskussionsrunden und religiöse Feiern Platz finden. (Gesamtprogramm und nähere Informationen zu dem vielfältigen Kreis der Veranstalter >> hier).

"Wir brauchen Orte, wo sich Menschen von gleich zu gleich begegnen können“, sagte der evangelische Stadtdekan von Frankfurt und Offenbach, Holger Kamlah, bei der Begrüßung. Er erinnerte daran, dass es wiederholt schon solche interreligiöse Dialogzelte in Frankfurt gab, „das ist eigentlich nichts Neues mehr“. Vor Universitätsgebäuden in Bockenheim stand solch ein Zelt schon mal, am Mainufer. Das Besondere ist nun der Demokratieort im Herzen der Stadt, den Touristen, Passanten, von fern angereiste und hier Heimische passieren.

v.li. Professor Joachim Valentin, lange Jahre Vorsitzender des Rats der Religionen, Nura Froemel, die aktuelle Vorsitzende, und Pfarrerin Ilona Klemens, Gründungsgeschäftsführerin, auf der Bühne ein bosniakischer Chor I Foto: Bettina Behler
v.li. Professor Joachim Valentin, lange Jahre Vorsitzender des Rats der Religionen, Nura Froemel, die aktuelle Vorsitzende, und Pfarrerin Ilona Klemens, Gründungsgeschäftsführerin, auf der Bühne ein bosniakischer Chor I Foto: Bettina Behler

Nura Froemel, Vorsitzende des Rats der Religionen ließ es sich nicht nehmen, an der Eröffnung mit ihrem kleinen Sohn teilzunehmen. Auch auf dem Podium war sie später zu finden, unter anderem mit dem Leiter des Amts für multikulturelle Angelegenheiten, Armin von Ungern-Sternberg.

Kleine Runden, große Podien wird es in den kommenden Tagen geben. Und einen Geschichten-Kiosk, hier wird dazu eingeladen, von sich und Frankfurt zu erzählen. Entstehen soll daraus ein Film, der etwas von der Vielfalt dieser Stadt festhält.


Autorin