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Evangelischer Truck bringt viele beim CSD zusammen

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Kirche, Diakonie, Agaplesion Kliniken und Innere Mission beteiligen sich an der Kundgebung.

Glaube.Liebe.Laut - und Einsatz für Demokratie  I Gestaltung: Felix Volpp
Glaube.Liebe.Laut - und Einsatz für Demokratie I Gestaltung: Felix Volpp

„Glaube.Liebe.Laut.“: Unter diesem gemeinsamen Motto beteiligt sich die evangelische Community erneut am CSD in Frankfurt und geht mit einem Truck auf die Straße, wenn vom 16. bis 19. Juli in Frankfurt der Christopher Street Day gefeiert wird und viele aufstehen für Toleranz und Vielfalt, für Grundwerte und Solidarität mit der LGBTIQ+-Bewegung.

Höhepunkt ist die Demonstration am Samstag, 18. Juli, in der Frankfurter Innenstadt. Um 11 Uhr startet sie mit einer Kundgebung auf dem Römerberg. „Demokratie braucht keine Alternative“, lautet das Motto, das die Veranstaltenden für den 34. Frankfurter CSD gewählt haben. Es wird auch auf dem evangelischen Truck auftauchen, neben dem Motto der evangelischen Partner „Glaube.Liebe.Laut.“ Mit diesem Dreiklang wird zudem wie im vergangenen Jahr auf der Alten Nikolaikirche Flagge gezeigt.

Aus ersten Anfängen, lange Jahre war es maßgeblich die Evangelische Kirchengemeinde Frieden und Versöhnung im Frankfurter Gallus, die mit großer Flagge und einer Vielzahl an Beteiligten beim Frankfurter CSD dabei war, ist in den vergangenen Jahren ein breites Bündnis geworden. Die Evangelische Kirche in Frankfurt und Offenbach und die Diakonie Frankfurt und Offenbach sind gemeinsam mit der Regionalen Diakonie Hessen-Nassau, der Inneren Mission Frankfurt am Main, der Diakonie Hessen und den Agaplesion Frankfurter Diakonie Kliniken dabei, wenn der Truck und eine Vielzahl Mitlaufender losziehen, um ein Zeichen für die Rechte aller Liebenden zu setzen, egal, wen sie lieben, in aller vielfältigen Geschlechtlichkeit.

Inzwischen zeigt eine große evangelische Community beim Frankfurter CSD Präsenz. I Foto: Rolf Oeser
Inzwischen zeigt eine große evangelische Community beim Frankfurter CSD Präsenz. I Foto: Rolf Oeser

Tanja Botthof, Mitarbeiterin der Diakonie Frankfurt und Offenbach und Mitglied des Organisationsteams, sagt: „Ich finde es gut, dass wir die Demokratie stark machen.“ Jessica Kogoj, Referentin des Evangelischen Stadtjugendpfarramtes Frankfurt und Offenbach, äußert: „Die Teilnahme zeigt, dass wir Verantwortung tragen.“ Evangelische Kirchengemeinden und Einrichtungen sollen als „heilsame Orte“ wahrgenommen werden, ist ihr Wunsch. Den Ausdruck „Safe Space“ nutzt sie weniger gern, nicht überall in der Kirche sei die in Frankfurt und Offenbach übliche Offenheit gang und gäbe. Gezeigt werden solle mit der Teilnahme am CSD, aber auch an anderen Tagen, „dass wir mutig sind“. Robertino La Corte, Markenreferent der Diakonie Hessen, hebt hervor: „Die Teilnahme am CSD ist auch für die Mitarbeitenden sehr wichtig. Die Kolleg*innen schätzen das Engagement für Respekt und Nächstenliebe. Es zeigt ihnen - und auch möglichen Bewerber*innen - dass sie bei der Diakonie gut aufgehoben sind."

Axel Noé, Leiter Kommunikation der Regionalen Diakonie Hessen-Nassau, merkt an: „Diakonie ist täglich gelebte Nächstenliebe. Diese individuelle Freiheit, dieses individuelle „Menschsein gilt es zu bewahren – die Selbstverständlichkeit des Artikels 1 des Grundgesetzes gilt es da immer wieder in das kollektive Gedächtnis zu bringen; an Orten, wo dies auch gehört wird – zum Beispiel einem CSD.“

Ob Diakonie oder Kirchengemeinden, er und die anderen Beteiligten sind sich einig, „evangelisch“ steht für Offenheit, Toleranz und für Respekt allen Menschen gegenüber. Sie treten auf gegen Diskriminierung und Ausgrenzung sowie für die Werte des Grundgesetzes. Die beteiligten Organisationen wollen deutlich machen, dass sie Orte sein möchten, an denen Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität willkommen sind und Wertschätzung erfahren.

Weitere Statements von Leitenden zur evangelischen Teilnahme am CSD:

„Der CSD steht für Respekt, Solidarität und gesellschaftliches Miteinander. Als Diakonie Hessen ist es uns wichtig, an der Seite von Menschen zu stehen, die Ausgrenzung und Diskriminierung erfahren. Wir treten ein für eine Gesellschaft, in der Vielfalt als Bereicherung verstanden wird und alle Menschen die gleichen Chancen auf Teilhabe und Anerkennung haben." – Carsten Tag, Vorstandsvorsitzender Diakonie Hessen

„Als Innere Mission Frankfurt begleiten wir Menschen in sehr unterschiedlichen Lebenssituationen. Niemand sollte Sorge haben, in einer sozialen Einrichtung die eigene Identität verbergen zu müssen. Deshalb fördern wir Queersensibilität in Ausbildung und Praxis und setzen uns für eine diskriminierungsfreie Pflege ein. Mit unserer Teilnahme am CSD machen wir diese Haltung auch öffentlich sichtbar.“ – Clarissa Graz, Theologische Vorständin, Innere Mission Frankfurt am Main

„In unseren Kliniken begegnen sich täglich Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen. Diese Vielfalt ist eine Stärke, die wir aktiv fördern. Die Teilnahme am CSD unterstreicht unseren Anspruch, ein respektvoller und diskriminierungsfreier Ort für Patient*innen ebenso wie für unsere Mitarbeitenden zu sein. Gerade im Gesundheitswesen ist Vertrauen zentral, und dieses entsteht dort am besten, wo Menschen sich in ihrer Einzigartigkeit anerkannt wissen. Dafür stehen wir im Alltag und sichtbar in der Öffentlichkeit.“ – Michelle Berg, Geschäftsführerin, AGAPLESION FRANKFURTER DIAKONIE KLINIKEN

Flagge zeigen auf der Alten Nikolaikirche - so wird es auch 2026 sein. I Foto: Rolf Oeer
Flagge zeigen auf der Alten Nikolaikirche - so wird es auch 2026 sein. I Foto: Rolf Oeer

„Der CSD feiert das Recht zu lieben. Und weil Liebe ein Herzstück unseres Glaubens ist, feiern wir als Kirche gerne mit. Es ist schön zu erleben, wie viele Menschen an diesem Tag in Frankfurt zusammenkommen und zeigen, dass wir uns als Stadtgesellschaft nicht spalten lassen, sondern gemeinsam für Menschenwürde, Gleichberechtigung und ein friedliches Miteinander auf die Straße gehen.“ – Holger Kamlah, Evangelischer Stadtdekan von Frankfurt und Offenbach und Vorstandsvorsitzender des Evangelischen Regionalverbandes Frankfurt und Offenbach

„Der Christopher Street Day ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass unsere Gesellschaft von Vielfalt lebt, und dass wir als Kirche und Diakonie klar an der Seite aller Menschen stehen. Unser Motto ‚Glaube. Liebe. Laut.‘ macht das deutlich: Der christliche Glaube steht für Respekt, Nächstenliebe und den Einsatz gegen jede Form von Ausgrenzung.“ – Markus Eisele, Theologischer Geschäftsführer und Leiter der Fachbereiche des Evangelischen Regionalverbandes/Diakonie Frankfurt und Offenbach


Gottesdienste anlässlich des CSD

Im Evangelischen Stadtdekanat Frankfurt und Offenbach finden anlässlich des Christopher Street Days 2026 eine Reihe an Gottesdiensten statt: Am Freitag, 17. Juli 2026, wird um 19.30 Uhr in der evangelischen Lutherkirche, Martin-Luther-Platz 1, Nordend, ein ökumenischer Gottesdienst unter dem Motto „Heute einen Engel beherbergen“ gefeiert. Die Projektgemeinde lädt am Samstag, 18. Juli, um 18 Uhr zu einem Gottesdienst mit anschließendem Buffet in die evangelische Gethsemanekirche, Eckenheimer Landstraße 90, Nordend, ein. In der Friedenskirche, Frankenallee 150, Gallus, wird am Sonntag, 19. Juli 2026, um 10 Uhr ein Gottesdienst zum CSD gefeiert. Stefan Majer hält die Predigt. In den Kaiserdom in der Innenstadt wird am Sonntag, 19. Juli, eingeladen. Dort beginnt um 16 Uhr ein ökumenischer Gedenkgottesdienst, in dem an die an AIDS-Verstorbenen erinnert wird. Im Paul-Gerhardt-Haus der Evangelischen Mirjamgemeinde, Offenbach-Musikerviertel, Lortzingstraße 10, wird am Sonntag, 19. Juli, um 18 Uhr ein Gottesdienst zum Christopher Street Day (CSD) gefeiert.


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