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Orgelbau für Schulkinder

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Propsteikantor Raphaël Arnault berichtet begeistert von Workshop in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst.

Musikmonat Mai: Mit dabei der Propsteikantor Raphaël Arnault I Foto: Marvin Fuchs
Musikmonat Mai: Mit dabei der Propsteikantor Raphaël Arnault I Foto: Marvin Fuchs

Seit 20 Jahren findet in Frankfurt ein großes Kooperationsprojekt zwischen Schulen und zahlreichen Frankfurter Kulturinstitutionen statt: der Musikmonat Mai. Das Projekt, das von der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (HfMDK) initiiert und koordiniert wird, basiert auf einer einfachen Idee: Allen Schülerinnen und Schülern soll mindestens einmal im Jahr eine unmittelbare Live-Erfahrung mit Musik ermöglicht werden. Das Evangelische Stadtdekanat Frankfurt und Offenbach ist seit mehreren Jahren mit von der Partie und vertritt bei den Schulkindern die Kirchenmusik.

Für dieses Jubiläumsjahr hat Propsteikantor Raphaël Arnault ein besonderes Projekt auf die Beinen gestellt, die Möglichkeit, sich im Orgelbau auszuprobieren. „Vor ein paar Jahren wurde in den Niederlanden ein Orgelbausatz, den man mit Kindern in einer Stunde verwenden kann, präsentiert. Ich durfte das vor zwei Jahren beim Orgeltag Westfalen ausprobieren und alle Kinder waren begeistert. Mir war klar: Das müssen wir auch in Frankfurt anbieten“, so Arnault.

Drei vierte Klassen und eine sechste Klasse durften an dem Workshop mit Arnault teilnehmen und durch das Bauen erfahren, wie eine Orgel funktioniert. „Das tollste dabei ist, dass die Orgel spielbar ist und jedes Kind am Ende die Orgel ausprobieren darf“, erläutert Arnault. Mit dem Bau des Instrumentes lernen die Kinder auch, was ein Klang ist und wie er in der Orgel entsteht und warum sich manche Tönen höher oder tiefer anhören. „Dabei wird mit viel Spaß Musik, Mathe, Technik und Physik verbunden", sagt Arnault.

Im Anschluss an den Workshop erhielten die Kinder die Möglichkeit, eine richtige Orgel zu sehen. „Ich merke bei den Schulbesuchen immer eine sehr große Begeisterung der Kinder für die Orgel. Das bringt mir viel Hoffnung“, äußert der Propsteikantor.


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