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Trauer um Jens Christian Balondo

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Der engagierte Christ und Kirchenvorstandsvorsitzende der Evangelischen Indonesischen Kristusgemeinde Rhein-Main ist am 6. Juni gestorben.

Jens Balondo |
Jens Balondo | Bild: privat

Die Evangelische Kirche in Frankfurt und Offenbach und die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) trauern um Jens Balondo, Vorsitzender des Kirchenvorstands der Evangelischen Indonesischen Kristusgemeinde Rhein-Main, Vorsitzender des Internationalen Konvents christlicher Gemeinden e.V. und Mitglied im Vorstand des Rates der Religionen Frankfurt. Jens Christian Balondo erlag am 6. Juni 2026 schweren Verletzungen. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln.

„Es ist schwer, Worte zu finden für das, was heute passiert ist. Wir beten, dass Gott uns in dieser unfassbaren Situation hält und bitten um Trost für seine Familie und die Gemeinde“, sagt Holger Kamlah, Stadtdekan und Vorsitzender des Evangelischen Regionalverbands Frankfurt und Offenbach. „Wir haben heute einen engagierten Christen verloren und einen Mitmenschen, der viele verbunden hat.“

Kirchenpräsidentin Christiane Tietz ergänzt: „Wir sind tief erschüttert und trauern gemeinsam mit vielen anderen in der EKHN, für die er als Christ und Mensch wichtig war. Unsere Gedanken und Gebete sind besonders bei seiner Witwe und den Angehörigen. Gott begleite sie und schenke Trost.“

Als Vorsitzender der Evangelischen Indonesischen Kristusgemeinde Rhein-Main (JKI) und langjähriger Vorsitzender des Internationalen Konvents Christlicher Gemeinden Rhein-Main e.V. war er eine kraftvolle und verlässliche Stimme für die Anliegen internationaler Gemeinden innerhalb und außerhalb der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Seine Gemeinde gehört seit 2005 zur EKHN und war nach der koreanischen Gemeinde die zweite internationale Gemeinde, die in die Landeskirche aufgenommen wurde. Sein Engagement galt einer Kirche, die von der Vielfalt ihrer Mitglieder lebt und in der alle Menschen Gehör und Anerkennung finden.

Jens Balondo war dem Zentrum Oekumene über viele Jahre eng verbunden. Er engagierte sich in der Indonesien-Partnerschaft mit der Minahasa-Kirche in Nord-Sulawesi. Noch in der Vorbereitung des anstehenden zweiten Werkstatttags Anti-Rassismus war er einleidenschaftlichen Anwalt der internationalen Geschwister erlebt, der seine Erfahrungen, seine Überzeugungen und seine Hoffnung mit großer Klarheit und Herzlichkeit einbrachte.

Die Trauerfeier wird am Samstag, 13. Juni 2026, um 15 Uhr in der Alten Nikolaikirche auf dem Römerberg in Frankfurt am Main stattfinden. Im Anschluss ist ein Beisammensein in der Evangelischen Akademie vorgesehen.

Hintergrund zur Gemeinde:
Die Evangelische Gemeinschaft der indonesischen Christen (PERKI Frankfurt) wurde 1973 in Frankfurt am Main gegründet. Hintergrund waren Indonesier*innen, die in den 1970er Jahren als Krankenschwestern und -pfleger nach Deutschland kamen. Nach 30 Jahren Zusammenarbeit wurde die Gemeinde 2005 Teil der EKHN und des Evangelischen Regionalverbands Frankfurt und Offenbach. Sie war nach der koreanischen Gemeinde die zweite ausländische Glaubensgemeinschaft, die Teil der EKHN wurde.


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