Abschiede und Neuanfänge bei der Frankfurter Bibelgesellschaft
Die Frankfurter Bibelgesellschaft (FBG) hat bei ihrer Mitgliederversammlung im Bibelhaus ErlebnisMuseum (BIMU) Professor Thomas Kreuzer und Ulrich Schröder offiziell verabschiedet. Kreuzer war 23 Jahre ehrenamtlich für die FBG tätig, seit 2007 im Leitungsamt. Schröder hatte von September 2023 bis November 2025 interimsweise die kaufmännische Verantwortung übernommen. Ihre Nachfolger sind Dr. Achim Knecht als Präsident des Präsidiums und Kambis Zahedi als kaufmännischer Vorstand. Gemeinsam mit dem Präsidium sowie Museumsdirektor und theologischem Vorstand Veit Dinkelaker gestalten sie die weitere Entwicklung der Frankfurter Bibelgesellschaft und des von ihr getragenen Bibelhaus ErlebnisMuseums.
Thomas Kreuzer prägte seit 2003 die strategische Weiterentwicklung der Frankfurter Bibelgesellschaft und des Bibelhaus ErlebnisMuseums maßgeblich mit. Der Theologe und Kommunikationswirt, Direktor der Frankfurter Fundraisingakademie, engagierte sich besonders für die finanzielle und institutionelle Absicherung des Museums sowie für Fundraising und die Einwerbung von Drittmitteln. In seine Amtszeit fiel unter anderem der Besuch des damaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck zur Lutherausstellung im Vorfeld des Reformationsjubiläums. Zuletzt setzte sich Kreuzer angesichts von Kürzungsplänen innerhalb der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) für die Zukunft des Museums ein. Im Herbst 2023 beschloss die Kirchensynode einen gedeckelten Zuschuss der Landeskirche und den Erhalt der Pfarrstelle für das BIMU, womit der Fortbestand des Hauses gesichert werden konnte.
Ulrich Schröder übernahm 2023 interimsweise die kaufmännische Verantwortung der Frankfurter Bibelgesellschaft. Der Unternehmens- und Personalberater leistete in seiner zweijährigen Amtszeit einen wichtigen Beitrag zur finanziellen, organisatorischen und strukturellen Weiterentwicklung von FBG und BIMU. In seine Amtszeit fällt zudem der Vertrag mit dem Hessischen Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen, der 200 hessischen Schulklassen einen kostenfreien Besuch im BIMU zum interreligiösen Lernen ermöglicht.
Die Nachfolge im Präsidentenamt hat zum Jahresanfang der frühere Stadtdekan von Frankfurt und Offenbach, Dr. Achim Knecht, übernommen. "Das BIMU macht die Botschaft der Bibel in ihrer historischen Überlieferung, kulturellen Ausprägung und aktuellen Bedeutung für Menschen unterschiedlichster religiöser und weltanschaulicher Hintergründe zugänglich. Diesen Bildungsauftrag wollen wir weiterentwickeln – mit Blick auf interreligiöses Lernen, gesellschaftliche Fragen und die Vielfalt unserer Gesellschaft“, sagt Knecht.
Kambis Zahedi ist seit Dezember 2025 kaufmännischer Vorstand. Der Diplom-Kaufmann war viele Jahre in der M&A- und Corporate-Finance-Beratung tätig. Zudem absolvierte er ein Zweitstudium in Kunstgeschichte und Philosophie und bringt damit auch eine kulturwissenschaftliche Perspektive in seine Tätigkeit ein.
Die Frankfurter Bibelgesellschaft gehört mit ihrer 210-jährigen Geschichte zu den ältesten Vereinen Frankfurts. Sie trägt das Bibelhaus ErlebnisMuseum (BIMU) am Frankfurter Museumsufer, einen Museums- und Bildungsort zur Kulturgeschichte der Bibel und der Religionen. Mit Ausstellungen und interaktiven Bildungsangeboten vermittelt das BIMU historische, kulturelle und gesellschaftliche Zusammenhänge von der Antike bis in die Gegenwart und setzt besondere Akzente im interreligiösen Lernen.