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Verabschiedung von Pfarrer Georg Bloch-Jessen

Der 40 Jahre alte Theologe wird Interkultureller Beauftragter der EKHN.

Georg Bloch-Jessen verabschiedet sich in Bieber und wechselt zur Diakonie Hessen. I Foto:: privat
Georg Bloch-Jessen verabschiedet sich in Bieber und wechselt zur Diakonie Hessen. I Foto:: privat

Georg Bloch-Jessen wird am Samstag, 13. Juni 2026, als Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde in Offenbach-Bieber vom Evangelischen Stadtdekan für Frankfurt und Offenbach, Holger Kamlah, verabschiedet. Vier Jahre war Bloch-Jessen an der Aschaffenburger Straße tätig, zukünftig wird er mit Frau und Sohn in der Offenbacher Innenstadt wohnen und von dort aus zu seiner neuen Tätigkeit pendeln. Der 40-Jährige übernimmt am 1. August das Amt des Interkulturellen Beauftragten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), die Leitung des Ressorts Flucht, Interkulturelle Arbeit, Migration (FIAM) der Diakonie Hessen. Seinen Arbeitsplatz hat Bloch-Jessen dann in Frankfurt.

Bloch-Jessen war ein Späteinsteiger ins Pfarramt. Bevor er als Vikar in die Offenbacher Friedenskirchengemeinde kam, arbeitete er in Berlin bei der Diakonie Deutschland, zuerst in der theologischen Stabsstelle Medizin und Bioethik, anschließend in einem Projekt, in dem es um das Zusammenspiel kirchlicher und diakonischer Arbeit ging. Nicht zuletzt über seine Frau, die in Gießen in Literaturwissenschaften promovierte, kam der Wunsch auf, von der Nordkirche zur Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau zu wechseln – um mit den Erfahrungen aus der Diakonie in die Gemeinde zu gehen

Es hat ihm gefallen. „Ich bin äußerst dankbar für die Zeit hier“, die Gemeinde in Bieber habe ihm sehr geholfen, in der ersten Pfarrstelle heimisch zu werden. Gerne denkt der Theologe auch an die Zeit als Vikar in der Friedenskirchengemeinde im Offenbacher Westend. Die damalige Pfarrerin dort, Henriette Crüwell, inzwischen Pröpstin für Rheinhessen und das Nassauer Land, inspirierte Georg Bloch-Jessen. Schon beim Kennenlernen – „wir waren für zwei Stunden verabredet, daraus wurden vier“ – hatte er das Gefühl, vieles von dem, was er mitbrachte, auch in gemeindliche Arbeit einbringen zu können.

Über seinen Einsatzort in Bieber sagt er, „die Gemeinde ist geprägt von Ehrenamt“. Ob es um die Band „KreuzTon“ geht, die auch bei seinem Abschied spielen wird, oder die Kinder- und Jugendgruppen, mit oder ohne Musik – er hat viel Unterstützung und Zusammenhalt erfahren. Bloch-Jessen hat einen Stadtteil im Wandel erlebt, jüngere Familien zogen zu, es zeigte sich eine wachsende Vielfalt, „Offenbach ist eine offene und internationale Stadt, das spiegelt sich immer mehr auch in Bieber“. Für Georg Bloch-Jessen, aufgewachsen in Hamburg-Altona, ist das nichts Neues.

Gefreut hat ihn der gute Kontakt zu seinem katholischen Kollegen Felix Edomobi, der aus Nigeria stammt. Gefreut hat Bloch-Jessen auch, dass die Gemeinde selbstverständlich bei den Ereignissen im Stadtteil wie dem Bieberer Markt mitwirkt. Schön fand der Theologe, dass die Gemeindejugendlichen Vielfalt, auch in Geschlechterfragen, selbstverständlich vorleben. Gut gefallen hat ihm, dass ein Kreis von Jugendlichen unlängst beim Jugendkirchentag der EKHN in Alsfeld ehrenamtlich im Einsatz war – für ihn alles Facetten der Evangelischen Kirchengemeinde in Bieber.

Die Menschen zu den Feiertagen in die Kirche zu holen und erfreuen, Predigten gegen Rassismus und Ausgrenzung, Bibelworte auszulegen – Georg Bloch-Jessen hat das Pfarramt Spaß gemacht. Er bleibt Pfarrer, aber an anderer Stelle.

Samstag, 13. Juni, 10.30 – 11.30 Uhr, Gottesdienst mit Verabschiedung von Georg Bloch-Jessen, Evangelische Kirchengemeinde Offenbach-Bieber, Aschaffenburger Straße 54, anschließend Empfang.


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Bettina Behler 418 Artikel

Bettina Behler, Medieninformation Evangelische Öffentlichkeitsarbeit Frankfurt und Offenbach