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Wiedereröffnung Hotel Spenerhaus

Tagungsort mit Haltung mitten in Frankfurt

Rezeption Hotel Spenerhaus / Foto: Stephan Sondermann/ Evangelischer Regionalverband Frankfurt und Offenbach
Rezeption Hotel Spenerhaus / Foto: Stephan Sondermann/ Evangelischer Regionalverband Frankfurt und Offenbach

Nach rund zweieinhalb Jahren Schließzeit ist das traditionsreiche Hotel Spenerhaus in Frankfurt am Mittwochabend (20. Mai) offiziell wiedereröffnet worden. Das Tagungs- und Gästehaus des Evangelischen Regionalverbandes Frankfurt und Offenbach (ERV) präsentiert sich nach umfassender Sanierung und Modernisierung künftig als „werteorientierter Begegnungs-, Diskurs- und Tagungsort“ mitten in der Mainmetropole. Unter dem Leitmotiv „Mitten in Frankfurt. Offen für Dialog.“ will das Haus die Schnittstelle zwischen Kirche, Politik, Wirtschaft und Stadtgesellschaft stärken. Künftig richtet es sich insbesondere an Tagungs- und Veranstaltungsgäste, Geschäftsreisende, Messebesucher sowie Individualreisende. Ziel sei es, „Gastlichkeit in einem guten Geist“ zu bieten und Räume für Begegnung und Austausch in ruhiger Atmosphäre zu schaffen.

„Die Wiedereröffnung nach zweijähriger Modernisierung ist ein wichtiger Moment für uns. Damit ist unser evangelischer Tagungsbetrieb mitten in Frankfurt wieder vollständig“, sagte der Stadtdekan und Vorstandsvorsitzende des ERV Holger Kamlah bei der Eröffnung. Das Hotel Spenerhaus stehe für Nachhaltigkeit, soziale Verantwortung und offene Gastlichkeit. „Ein neuer, alter Ort der Begegnung und des Dialogs für Menschen aus Kirche, Wirtschaft und Gesellschaft“, führte Kamlah aus.

Das Hotel Spenerhaus ist nach dem Theologen Philipp Jacob Spener benannt, einem der bedeutendsten Vertreter des Pietismus. Es besteht seit 1979 und wurde ursprünglich als Gästeunterkunft des Evangelischen Regionalverbandes gegründet. Mit Beginn der 2000er Jahre entwickelte sich das Hotel Spenerhaus zunehmend zu einem modernen Drei-Sterne-Stadt- und Tagungshotel. Neben Gästen aus dem Bereich der evangelischen und katholischen Kirche entdeckten auch Kundinnen und Kunden aus dem Non-Profit-Bereich sowie aus Wirtschaft, Kultur und Politik das Hotel in der Stadtmitte vermehrt für sich.

Zimmerkapazität fast verdoppelt

Die umfassende Sanierung war nach Angaben der Verantwortlichen aus baulichen, technischen und funktionalen Gründen notwendig geworden. Unter anderem wurden ein neues Fluchttreppenhaus geschaffen, die komplette Gebäudetechnik erneuert und die Nutzungsbereiche neu organisiert. Darüber hinaus erhielt das Gebäude zwei zusätzlich nutzbare Geschosse für Hotelzimmer. Die Zimmerkapazität wurde dabei nahezu verdoppelt: Statt bislang 34 Zimmern mit 42 Betten verfügt das Spenerhaus nun über 64 Zimmer mit insgesamt 94 Betten sowie sechs Tagungsräume. Diese verteilen sich auf insgesamt 3.200 Quadratmeter Geschossfläche. Darüber hinaus stehen Gästen ca. 50 Stellplätze auf zwei Tiefgaragengeschossen zur Verfügung. 18 Mitarbeiter:innen sind beim Hotel Spenerhaus beschäftigt.

Die Tagungsräume des Hauses erhielten darüber hinaus die Namen bedeutender Persönlichkeiten mit Bezug zur Evangelischen Kirche in Frankfurt und Offenbach. So wurden die Räume nach Katharina Staritz, Dieter Trautwein und Elisabeth Schwarzhaupt benannt.

Besonderes Augenmerk lag auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. So wurden die Gebäudehülle vollständig erneuert, moderne Heiz- und Kühlsysteme installiert sowie Photovoltaikanlagen verbaut. Aus Nachhaltigkeitsgründen sollte ein Großteil des Bestandsgebäudes möglichst erhalten bleiben. Deshalb entschieden sich die Bauherren bewusst gegen Abriss und Neubau und stattdessen für Sanierung und Aufstockung.

Auch architektonisch wurde das Haus neu gestaltet. Sämtliche Zimmer, Tagungsräume, Aufenthaltsbereiche und Außenanlagen wurden modernisiert. Die neue Dachform und Fassade entstanden in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz.

„Tagen mit Haltung“

Zur offiziellen Wiedereröffnung wurden zahlreiche Gäste aus Kirche, Politik und Stadtgesellschaft erwartet. Nach der Begrüßung durch Kamlah sprachen unter anderem die Präses der Kirchensynode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Birgit Pfeiffer, sowie Frankfurts Planungsdezernent Marcus Gwechenberger.

Im Mittelpunkt des Abends stand eine Gesprächsrunde unter dem Titel „Tagen mit Haltung“. Dabei diskutierten Vertreter aus Architektur, Bauwesen, Hotellerie und Hausleitung über die Zukunft werteorientierter Tagungskultur. Moderiert wurde die Runde von Alexandra von Winning. Zu den Gesprächsteilnehmern zählten unter anderem: Guido Höfert (HHS Architekten Kassel), Cornelius Boy (Bau und Liegenschaften, ERV), Sebastian Stattaus (Himmlische Herbergen) und Tanja Eckelmann (Spenerhaus).

Im Rahmen der Veranstaltung wurde zudem symbolisch die Mitgliedschaft des Spenerhauses im Netzwerk Himmlische Herbergen überreicht.


Autor

Lukas Fortkord 2 Artikel

Pressesprecher/ Referent für Kommunikation in der Stabsstelle für Kommunikation, Marketing, Fundraising und Stiftungsmanagement des Evangelischen Regionalverbandes Frankfurt und Offenbach.