Über Antisemitismus reden
„Kann man jüdisch, aber nicht religiös sein?“ - „Warum glauben Menschen, dass Juden reich sind?“, „Was ist die Shoah?“, „Warum ist es antisemitisch, die Abschaffung Israels zu fordern?“ Die Fragen in dem neuen Jugendsachbuch „Let’s talk about Antisemitismus“ sind gut. Beantwortet werden sie differenziert und lebendig auf je einer Doppelseite von Marie-Sophie Adeoso, Journalistin und Leiterin Kommunikation und Veranstaltungsmanagement in der Bildungsstätte Anne Frank.
Expert:innen wie ein Frankfurter Rabbiner und ein Kantor, die Auschwitzüberlebende Eva Szepesi und Menschen aus der Bildungsstätte kommen dabei ebenso zu Wort wie jüdische Kinder und Jugendliche. Sie erzählen von den bereichernden, aber auch den verunsichernden Seiten ihrer Religion. Besonders gelungen, dass in dieser Art sogar auch die aktuellen Entwicklungen nach dem 7. Oktober in Nahost zur Sprache kommen, denn gerade der israelbezogene Antisemitismus ist seitdem virulent.
In diesem Buch werden Jugendliche aber nicht nur umfassend informiert, sondern können auch selbst aktiv werden. Fragen regen zum Nachdenken und Recherchieren an und die Antworten können gleich eingetragen werden. Außerdem erfahren sie, wie sie sich Hilfe holen und gegen Diskriminierung und Antisemitismus engagieren können. Differenzierter, interaktiver und nicht zuletzt lehrreicher kann man so ein Buch wohl kaum machen.
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