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Absichtserklärung für „Haus der Jugendkirchenmusik“ unterzeichnet

In den kommenden Monaten sollen die noch fehlenden 3,7 Millionen Euro eingeworben werden für ein ökumenisches Projekt, das Kindern, Jugendlichen und ihren Familien einen Zugang zu kirchlichem Leben und Musik ebnen soll.

v. li.: Markus Pfüller, Vorsitzender des Fördervereins, der evangelische Stadtdekan Achim Knecht und der katholische Stadtdekan Johannes zu Eltz   I Foto: Bettina Behler
v. li.: Markus Pfüller, Vorsitzender des Fördervereins, der evangelische Stadtdekan Achim Knecht und der katholische Stadtdekan Johannes zu Eltz I Foto: Bettina Behler

Vor zehn Jahren wurde die Frankfurter Domsingschule vorgestellt, vor fünf Jahren ging die Frankfurter Bläserschule an den Start – für die katholisch verwurzelte Chorarbeit und die evangelisch initiierte Förderung des Bläsernachwuchses gibt es nun die Perspektive eines gemeinsam genutzten Hauses der Jugendkirchenmusik an der Saalgasse in der Frankfurter Innenstadt.

Der evangelische Stadtdekan Achim Knecht und der katholische Stadtdekan Johannes zu Eltz sowie Markus Pfüller, Vorsitzender des Fördervereins der Frankfurter Jugendkirchenmusik, unterzeichneten gestern im Refektorium des Dominikanerklosters einen „Letter of Intent“, in dem die Absicht bekundet wird, einen Bau für den musikalischen Nachwuchs zu errichten. In den kommenden Tagen wird noch der Generalvikar des Bistums Limburg Wolfgang Rösch unterschreiben.

Vorgestellt hatte das Vorhaben in der vergangenen Woche der Stadtdekan von Frankfurt und Offenbach Achim Knecht bei der Tagung von Evangelischer Stadtsynode und Regionalversammlung. Er sprach dort von einem „zukunftsweisenden Projekt“, das Kinder, Jugendliche und ihre Familien mit kirchlichem Leben vertraut machen und die Freude an der Musik fördern könne.

Eingebettet werden soll die Jugendmusikstätte in ein größeres Bauvorhaben der Evangelischen Kirche in Frankfurt und Offenbach, das auch Wohnungen und Räume für das Evangelische Frauenbegegnungszentrum umfasst.

Die Baukosten für das in den Komplex integrierte Haus der Jugendkirchenmusik werden mit 9,7 Millionen Euro veranschlagt. Die katholische Kirche beabsichtigt, vier Millionen beizutragen, der Evangelische Regionalverband bringt den Wert des Grundstücksanteils und eine Million an Baukostenzuschuss ein. Er übernimmt zudem für 30 Jahre die Kosten für den Bauunterhalt. Der Förderverein Frankfurter Jugendkirchenmusik hat zugesagt, eine Million Euro beizusteuern. Darüber hinaus will er im Laufe der nächsten Monate die noch fehlenden 3,7 Millionen bei öffentlichen und privaten Geldgebern, Stiftungen und weiteren Förderern einwerben.

Die jetzt unterzeichnete verbindliche Absichtserklärung, der „Letter of Intent“, ist Grundlage dafür, dass der Förderverein im Rahmen der inhaltlich und finanziell benannten Eckpunkte die noch ausstehenden Gelder einwerben kann.

Räumlich käme mit dem Haus der Jugendkirchenmusik zusammen, was von Anfang an auf ökumenische Kooperation ausgerichtet war. 300 Kinder und Jugendliche nutzen die Angebote der Domsingschule, rund 50 Jugendliche wirken in den Ensembles der Bläserschule mit – unabhängig von ihrer Konfession. Und so manchen gemeinsamen Auftritt haben die Nachwuchsmusizierenden in den vergangenen Jahren schon gemeinsam absolviert, etwa beim Evensong im Dom.


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Bettina Behler 177 Artikel

Bettina Behler, Medieninformation Evangelische Öffentlichkeitsarbeit Frankfurt und Offenbach