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Aktion "Wärmespenden" will Obdachlose unterstützten

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Mit der Aktion "Wärmespenden" will die Diakonie Hessen Aufmerksamkeit auf die Bedürfnisse obdachloser Menschen lenken und darauf, wie ihnen konkret geholfen werden kann. Zahlreiche prominente Persönlichkeiten machten sich für die Aktion stark.

Auch die Schauspielerin Ulrike Folkerts wirbt für die Aktion "Wärmespenden". | Foto: Diakonie Hessen
Auch die Schauspielerin Ulrike Folkerts wirbt für die Aktion "Wärmespenden". | Foto: Diakonie Hessen

Erstmals dabei sei in diesem Jahr die Krimiautorin Nele Neuhaus, teilte die Diakonie Hessen mit. Auch Tatortkommissarin Ulrike Folkerts, Radrennprofi John Degenkolb, Komiker Bodo Bach sowie Staatsminister Axel Wintermeyer (CDU) zählten zu den Unterstützer*innen.

Die Aktion funktioniert so, dass jede Spende von den Initiatoren, der Diakonie Hessen und der Landesstiftung „Miteinander in Hessen“, verdoppelt wird. Von diesem Geld werden winterfeste Schlafsäcke und weitere Soforthilfen für Menschen finanziert, die auf der Straße leben. Mit dem Hashtag #wärmespenden wird das Projekt in den Sozialen Medien beworben.

„Diesen Winter wird es für obdachlose Menschen nicht nur wegen der Kälte schwer“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Hessen, Carsten Tag. Ihre eh schon prekäre Situation habe sich durch Corona noch einmal verschärft. Mit der Pandemie seien zudem viele Einnahmequellen von wohnungslosen Menschen weggebrochen. Insbesondere in den Tagesaufenthalten müsse aufgrund notwendiger Hygiene- und Abstandsmaßnahmen die Platzzahl begrenzt werden.

Laut einer Stichtagserhebung der hessischen Wohlfahrtsverbände steigt die Zahl der wohnungslosen Menschen in Deutschland weiter an. Danach hatten die Einrichtungen der Wohnungsnotfallhilfe Ende Februar Kontakt zu knapp 3.500 Personen. Nach Einschätzung von Diakonie-Experte Stefan Gillich liegt die Gesamtzahl jedoch deutlich höher. „Ein drängendes, aktuelles Problem sind die Notunterkünfte. Sie waren bereits in der Vergangenheit meist überbelegt. Durch die Hygieneregeln im Zusammenhang mit Corona ist es zwingend, die Belegung der Zimmer zum Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner zu reduzieren. Das verschlimmert die Situation weiter“, sagte Gillich.

Die hohe Spendenbereitschaft in den vergangenen beiden Wintern stimmt den geschäftsführenden Vorstand der Landesstiftung „Miteinander in Hessen“, Heinz Zielinski, jedoch sehr zuversichtlich. Seit Herbst 2018 hätten rund 500 Einzelspender*innen die Aktion unterstützt, sagte er. „Wir hoffen, dass auch in dieser Saison viele bei #wärmespenden mitmachen. Durch die Verdopplung sorgen auch Beträge von fünf oder zehn Euro für eine große Wirkung.“

www.diakonie-hessen.de


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