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Diakonie lädt zur Langen Nacht am Heiligen Abend ein

Gottesdienst und Weihnachtsessen in der Diakoniekirche - und danach ist nicht Schluss.

Die Weißfrauen Diakoniekirche im Frankfurter Bahnhofsviertel
Die Weißfrauen Diakoniekirche im Frankfurter Bahnhofsviertel

Heiligabend mal anders. An einem Ort bleiben können, die ganze Nacht. Wärme, Licht, Musik. Essen und ein Gottesdienst. Am Sonntag, 24. Dezember 2023 um 17.30 Uhr ist es wieder soweit: Da öffnet sich die Tür der Weißfrauen Diakoniekirche an der Weserstraße/ Ecke Gutleutstraße und schließt am Ersten Weihnachtsfeiertag um 10 Uhr nach dem Weihnachtsfrühstück.

Fürchtet Euch nicht!

Um 18 Uhr beginnt der mehrsprachige Weihnachtsgottesdienst, den Diakoniepfarrer Markus Eisele und Gunter Volz, Pfarrer für Gesellschaftliche Verantwortung im Evangelischen Stadtdekanat, gemeinsam halten. Die traditionellen Weihnachtslieder erklingen und die biblische Weihnachtsgeschichte wird erzählt. Im Begleitheft zum Gottesdienst sind Lieder und das Vaterunser nicht nur in Deutsch, sondern in mehreren anderen Sprachen wie ukrainisch, rumänisch oder polnisch abgedruckt.

Warme weihnachtliche Kirche

Das festliche Weihnachtsessen beginnt um 19 Uhr, Gitarrist Fred Lohr spielt mit einem Trio auf, später gibt es Tee, Plätzchen, Gespräche und Schachspiel für alle, die mögen. Ab 2.30 Uhr kehrt in der warmen weihnachtlichen Kirche Nachtruhe ein, Schlafsäcke und Isomatten liegen bereit. Das Weihnachtsfrühstück beginnt am Ersten Weihnachtsfeiertag, 25. Dezember, um 8 Uhr, um 10 Uhr endet die Lange Nacht.

Die ältere Dame trifft den polnischen Bauarbeiter

Seit 2004 bietet die Diakonie Frankfurt und Offenbach Weihnachtsgottesdienst und festliches Essen für alle, die mögen, in der Diakoniekirche im Bahnhofsviertel an. Für die ältere Dame, die alleine lebt. Für den polnischen Gastarbeiter, der nicht nach Hause fahren konnte. Für die Roma-Familien, die in Frankfurt bleiben, weil sie von hier aus ihre Angehörigen in der Heimat besser unterstützen können. Für die Frau, die kein Obdach hat und für den Mann, der am Main die Nächte verbringt.

Ein Akt der Nächstenliebe am Heiligen Abend

Ein Team von rund 70 Ehrenamtlichen um Victor Starr, Anja Tonn, Seda Öztürk und Kerry Reddington sorgt dafür, dass die Tische festlich gedeckt und mit Blumen dekoriert sind. Dass genügend Menschen hinter Warmhaltebehältern voller leckerem Essen stehen und Rindergulasch mit Klößen, Hühnerfrikassee mit Gemüse oder Auberginen-Kichererbsen-Ragout mit Pita-Brot auf Teller schöpfen. Unter den Ehrenamtlichen gibt es viele, die mit der gesamten Familie den Dienst an den Nächsten in der Diakoniekirche leisten. Teenager von der mormonischen Gemeinde, die die Kirche festlich schmücken, die portugiesische Familie, die dafür sorgt, dass immer warmer Tee da ist, EZB-Mitarbeiter:innen, Künstler:innen und viele andere. „Das ist ja eigentlich Weihnachten“, sagt Anja Tonn, die sich seit vielen Jahren für die Lange Nacht am Heiligen Abend engagiert, „Es ist dieser Akt der Nächstenliebe, der mich motiviert zu helfen und immer wiederzukommen. Geschenke kaufen kann ich das ganze Jahr.“


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Autorin

Susanne Schmidt-Lüer ist Mitglied der Stabsstelle Kommunikation, Marketing und Fundraising des Evangelischen Regionalverbandes Frankfurt und Offenbach. Sie schreibt auch als freie Autorin, vor allem über Sozialpolitik, Kirche, Alter und wirtschaftspolitische Themen.