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Diakonie: Vor allem arme Kinder leiden unter der Corona-Pandemie

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Mit der Schließung von Kindertagesstätten, Schulen und sozialen Einrichtungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind wichtige Lern- und Hilfemöglichkeiten auf einen Schlag weggefallen. Dies habe vor allem arme Familien getroffen, sagt der Vorsitzende der Diakonie Carsten Tag. Hier müsse die Politik gegensteuern.

Foto: Sven Brandsma/ unsplash.com
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Nicht alle Familien leiden gleichermaßen unter den Folgen der Corona-Pandemie, darauf hat der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Hessen, Carsten Tag, aus Anlass des internationalen Kindertages hingewiesen. Durch die Schließung von Kindertagesstätten, Schulen und sozialen Einrichtungen Mitte März seien wichtige Lern- und Hilfemöglichkeiten auf einen Schlag weggefallen. Dies habe vor allem arme Familien getroffen, warnte Tag.

Vor diesem Hintergrund schließe sich die Diakonie einer Erklärung des „Ratschlags Kinderarmut“ an, die fordert, dass ein gutes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen Priorität haben muss. „Unsere Gesellschaft muss die Rechte von Kindern und Jugendlichen anerkennen und sie teilhaben lassen an Bildung, einem gesunden und gesellschaftlichen Leben sowie einem Leben ohne Gewalt“, so Tag.

Die Diakonie Hessen fordert, dass Kinder und Jugendliche ohne Armut aufwachsen können, auch in der Corona-Krise. Deswegen müssten zum Beispiel die Regelsätze der Grundsicherung für sie angehoben werden. „Wir brauchen eine Grundsicherung, die sich am Bedarf des Kindes orientiert und seine Existenz sichert.“


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