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Fünfzig Jahre Albert Schweitzer-Zentrum in Frankfurt

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Das Deutsche Albert-Schweitzer-Zentrum Frankfurt feierte sein 50-jähriges Bestehen mit einem Tag der Offenen Tür mit Vorträgen, Filmen und Lesungen, bei denen Leben, Werk und Wirken des Theologen und Mediziners im Mittelpunkt standen.

Gottfried Schütz, der Vorsitzende der Stiftung Deutsches Albert-Schweitzer-Zentrum, im Gespräch mit dem evangelischen Stadtdekan Achim Knecht und dem stellvertretenden Vorsitzenden Stefan Walther (v.l.n.r.) | Foto: ASA
Gottfried Schütz, der Vorsitzende der Stiftung Deutsches Albert-Schweitzer-Zentrum, im Gespräch mit dem evangelischen Stadtdekan Achim Knecht und dem stellvertretenden Vorsitzenden Stefan Walther (v.l.n.r.) | Foto: ASA

Albert Schweitzer war ein Multitalent: Theologe, Philosoph und Orgelexperte war er, außerdem Tropenarzt und Gründer des berühmten Urwald-Krankenhauses in Lambarene (Gabun). Neben vielen Auszeichnungen erhielt Schweitzer 1954 den Friedensnobelpreis für seine Verdienste als „Humanist der helfenden Tat und zukunftsweisender Denker“, wie es Gottfried Schüz, der Vorsitzende der Stiftung Deutsches Albert-Schweitzer-Zentrum, in seinem Jubiläumsvortrag sagte.

Schütz ist auch Kurator der Dauerausstellung „Albert Schweitzer – grenzenlose Menschlichkeit im Denken und Handeln“. Im Kern von Schweitzers kulturkritischem Denken stand die universellen Ethik der „Ehrfurcht vor dem Leben“, also eine grenzenlose Verantwortung für alles Leben, wie sie auch heute für ein gedeihliches Zusammenleben der Menschheit unabweisbar sei, so Schütz.

Diese Ethik erkenne alles Leben als gleichwertig an, nicht nur in der Theorie, sondern in hingebungsvoller Praxis, betonte Roland Wolf, der stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Hilfsvereins für das Lambarene-Spital e.V. In seinem Vortrag wurde die ungeheure Aufbauleistung Schweitzers, der dort zusammen mit seiner Frau Helene aus einem ausgedienten Hühnerstall ein ganzes Krankenhaus-Dorf mit 70 Gebäuden machte. Nicht nur zahlreiche Patientinnen und Patienten fanden hier medizinische Betreuung, sondern auch viele Tiere eine Herberge. Heute ist das Lambarene-Spital eine moderne Polyklinik, und zu deren Erhalt der Deutsche Hilfsverein (DHV) mit regelmäßigen Spenden maßgeblich beitragt.

Zur Webseite des Deutschen Albert Schweitzer-Zentrums


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