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Ilona Klemens geht hauptberuflich in den Christlich-Jüdischen Dialog

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Pfarrerin Ilona Klemens, die lange Zeit in Frankfurt den interreligiösen Dialog vorangetrieben hat, wird Generalsekretärin des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit.

Pfarrerin Ilona Klemens wird Generalsekretärin des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. Foto: Tamara Jung-König
Pfarrerin Ilona Klemens wird Generalsekretärin des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. Foto: Tamara Jung-König

Mit der einstimmigen Wahl von Präsidium und Vorstand des Deutschen Koordinierungsrates (DKR) der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit mit Sitz in Bad Nauheim wird Ilona Klemens Nachfolgerin von Rudolf Sirsch, der im Dezember den Ruhestand geht. Zurzeit ist Klemens Hochschulpfarrerin an der Evangelischen Studierendengemeinde in Mainz.

Zuvor war sie dreizehn Jahre lang Pfarrerin für Interreligiösen Dialog in Frankfurt und im Rahmen dieser Tätigkeit sechs Jahre lang Geschäftsführerin des hiesigen Rates der Religionen, den sie mitbegründet hat. Seit Jahren ist sie auch Vorstandsmitglied der Bildungsstätte Anne Frank und hat sich in unterschiedlichen Positionen schon lange für das christlich-jüdische Gespräch engagiert.

Mit ihren vielfältigen internationalen Erfahrungen wird sie nun den DKR im Internationalen Rat der Christen und Juden vertreten. Dort ist der DKR neben dem Mitgliedsverband aus den USA einer der wichtigsten Gesprächs- und Kooperationspartner von weltweit über 40 Mitgliedsorganisationen des Internationalen Rates. Zukünftige Herausforderungen für den DKR werden sein, den christlich-jüdischen Dialog weiterzuentwickeln, Programme gegen Antisemitismus zu fördern, die Erinnerungskultur in Deutschland lebendig zu erhalten, sowie die Wahrnehmung heutigen gelebten und vielfältigen Judentums in Deutschland zu stärken, schreibt der DKR in seiner Bekanntgabe der Personalie. Darüber hinaus gelte es, in diesen Feldern die Beziehungen zu politischen, jüdischen, kirchlichen und zivilgesellschaftlichen Organisationen zu pflegen und zu vertiefen.


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