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Kirchenpräsident Jung fordert Aufnahme von Flüchtlingen aus Türkei

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Angesichts der Konfrontation von Flüchtlingen aus der Türkei und griechischen Sicherheitskräften an der türkisch-griechischen Grenze hat der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung die Aufnahme von Flüchtlingen in der EU und Deutschland gefordert.

Kirchenpräsident Volker Jung.  |  Foto: EKHN
Kirchenpräsident Volker Jung. | Foto: EKHN

„Mit dieser Situation darf Griechenland jetzt nicht alleine gelassen werden“, sagte Jung am 3. März in Darmstadt. „Die Würde von Menschen ist nicht verhandelbar und darf nicht zum Spielball von Machtinteressen werden.“ Deshalb müsse das individuelle Recht auf Asyl gewahrt bleiben. Für Schutzsuchende müsse es sichere Fluchtwege geben.

Der Kirchenpräsident forderte die Staaten der EU auf, Flüchtlinge aufzunehmen, allen voran Familien und unbegleitete Minderjährige. „Das ist leistbar, es geht um eine Anzahl von Menschen, mit der die anderen EU-Staaten keineswegs überfordert würden“, sagte Jung. Er bat die Landesregierungen von Hessen und Rheinland-Pfalz, Flüchtlinge über Landesprogramme aufzunehmen. „Was in diesen Stunden und Tagen verloren zu gehen droht, ist nicht mehr nur die Seele Europas. Es stehen auch die rechtlichen Grundlagen der EU insgesamt auf dem Spiel“, mahnte Jung.


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