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Eine Jahreswende mit gemischten Gefühlen

Stadtdekan Knecht schickt der Jüdischen Gemeinde Frankfurt einen Neujahrsgruß und wendet sich gegen Antisemitismus und Rassismus.

Der Evangelische Stadtdekan Dr. Achim Knecht
Der Evangelische Stadtdekan Dr. Achim Knecht

„Wir wollen auch weiterhin an Ihrer Seite mit Ihnen zusammen gegen Antisemitismus und Rassismus entschieden Stellung beziehen! Wir wollen für eine Gesellschaft einstehen, in der jeder Mensch seinen Glauben in Freiheit leben darf, solange er damit andere nicht bedroht oder einschränkt“, schreibt der evangelische Stadtdekan Achim Knecht in seinem Neujahrsgruß an die Jüdische Gemeinde Frankfurt.

Verbunden mit den guten Wünschen zum neuen Jahr 5780 nach jüdischem Kalender seien gemischte Gefühle, so Knecht. Dankbar sei er für die guten Beziehungen untereinander, die im vergangenen Jahr noch vertieft worden seien, etwa bei dem gemeinsamen Gedenken 80 Jahre nach der Pogromnacht gegen die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger. Als weiteres Beispiel der Kooperation erwähnt er den Austausch zwischen den jüdischen und evangelischen Geistlichen im August dieses Jahres, bei dem es zu intensiven theologischen Gesprächen kam. Zum anderen aber sei das in der Nacht vom 30. September auf den 1. Oktober zu Ende gehende Jahr auch von antisemitischen Übergriffen und Radikalisierung des Rechtsextremismus gekennzeichnet, schreibt der Stadtdekan in seinem Neujahrsgruß. Selbst vor Morden werde nicht mehr Halt gemacht, wie der Anschlag auf den Kasseler Regierungspräsidenten Lübcke zeige. „Antisemitismus bedroht nicht nur Sie als Religionsgemeinschaft, sondern ist auch eine schwere Herausforderung und Bedrohung für unsere Gesellschaft und Demokratie“, heißt es in dem Brief des evangelischen Stadtdekans. Zum Neujahrsfest Rosh Ha Shana wünscht Achim Knecht Erfolg, Unterstützung bei Anfeindungen und dass die Jüdische Gemeinde sich entfalten und wachsen könne. „Dazu schenke der Ewige Ihnen seinen Segen!“.


Autorin

Bettina Behler 76 Artikel

Bettina Behler, Medieninformation Evangelische Öffentlichkeitsarbeit Frankfurt und Offenbach