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Palästinensische Christinnen haben die Liturgie des Weltgebetstags gestaltet „…durch das Band des Friedens“

Rund um den Globus wird am 1. März ökumenisch der Weltgebetstag begangen – auch in Frankfurt und Offenbach beteiligen sich Gemeinden daran.

Das Team des Weltgebetstags-Komitees 2024: Nora Carmi, Sally Azar, Aida Haddad I Copyright: Aline Jung
Das Team des Weltgebetstags-Komitees 2024: Nora Carmi, Sally Azar, Aida Haddad I Copyright: Aline Jung

Über Konfessions- und Ländergrenzen hinweg engagieren sich seit 1927 Frauen beim Weltgebetstag dafür, dass Mädchen und Frauen überall auf der Welt in Frieden, Gerechtigkeit und Würde leben können, aus wechselnden Ländern kommen die Gottesdienstvorlagen. Im Laufe der nahezu 100 Jahre entstand die größte Basisbewegung christlicher Frauen weltweit. Alljährlich findet der Weltgebetstag am ersten Freitag im März statt, in diesem Jahr fällt er auf den 1. März. Die Gebete und Texte des Weltgebetstag 2024 kommen aus Palästina, das Motto lautet „…durch das Band des Friedens“.

Angesichts des Krieges in Nahost wurde die schon vor Längerem vorbereitete Liturgie noch einmal in Augenschein genommen. Ulrike Kress, die den Weltgebetstag in Frankfurt und Offenbach mit den Gemeinden vorbereitet, wies dieser Tage darauf hin, dass die Christinnen des diesjährigen Vorbereitungsteams in Nahost unlängst ein weiteres Gebet geschickt haben, darin heißt es unter anderem: „Möge Mitgefühl Hass besiegen und möge das Leid all derer gelindert werden, die vom Krieg betroffen sind. Gewähre ihnen Kraft, Trost und Hoffnung auf eine bessere und harmonische Zukunft. Wir beten für alle Familien, die Mitglieder verloren haben, für die Entführten, die Vermissten und alle, die noch unter Trümmern liegen.“

Susanna Faust Kallenberg, Pfarrerin für interreligiösen Dialog im Evangelischen Stadtdekanat Frankfurt und Offenbach, hatte vorab, am 23. Februar, Interessierten ein Gespräch via Zoom angeboten, in dem es um den diesjährigen Schwerpunkt ging. Mit dabei waren Sally Azar, christliche Palästinenserin, Pfarrerin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land, Irith Gabriely, eine jüdische Musikerin mit israelischen Wurzeln, und Samuel Stern von der Bildungsstätte Anne Frank. Faust Kallenberg vertritt die Auffassung: „Der Weltgebetstag hat bisher als ökumenische Bewegung deshalb so gut funktioniert, weil sie von weiblichen Laien getragen wurde. Ich habe mir in den letzten Tagen mehrfach die Frage gestellt, inwieweit diese komplizierten Debatten, die wir Theolog:innen geführt haben, der Weltgebetstagsbewegung gerecht werden. Palästinensische Christinnen bedürfen der Fürbitte genauso wie jeder andere Mensch auf dieser Welt. Mit ihnen am kommenden Freitag den Weltgebetstag zu feiern, stellt unsere Solidarität mit unseren jüdischen Geschwistern nicht in Frage.“


Beispiele der Gottesdienste am 1. März in Frankfurt

17 Uhr, Ökumenisches Zentrum Christuskirche, Beethovenplatz, Westend: Die Gemeinden im Ökumenischen Zentrum, die Evangelische Hoffnungsgemeinde, die Evangelische indonesische Kristusgmeinde, die Evangelisch-reformierte Gemeinde und Sankt Antonius (katholisch) im Westend laden dazu ein. Dina Said Gahn wird aus erster Hand Einblick in die momentane Situation in Palästina und in den dortigen christlichen Gemeinden geben. Sie stammt aus Bethlehem und ist Gemeindemitglied der am Beethovenplatz ansässigen evangelischen Christus-Immanuelgemeinde. Im Anschluss an den Gottesdienst wird zu Buffet und Austausch eingeladen.

Gleichfalls um 17 Uhr wird in die evangelische Glaubenskirche in Frankfurt-Fechenheim, Fuldaer Straße 20, zu einem Weltgebetstagsgottesdienst eingeladen.

In Nied wird der ökumenische Weltgebetstagsgottesdienst in der katholischen Kirche St. Markus, Mainzer Landstraße 789, begangen.

Im Frankfurter Nordwesten laden Frauen der Freien Josua-Gemeinde, der katholischen Pfarrei St. Katharina von Siena und der evangelischen Gemeinden Nordwest und Riedberg zum ökumenischen Gottesdienst am Weltgebetstag ein, um 19 Uhr in das evangelische Gemeindehaus in Niederursel, Karl-Kautsky-Weg 62.

Die Evangelische Miriamgemeinde, Kalbach, Bonames, Am Bügel, hat entschieden, im Nachbarschaftsraum in der katholischen Kirche Harheim, Philipp-Schnell-Straße, den Weltgebetstag ökumenisch zu begehen. Der Gottesdienst beginnt um 19 Uhr.

In Niederrad findet der ökumenische Gottesdienst zum Weltgebetstag um 17 Uhr im katholischen Gemeindezentrum „Mutter vom Guten Rat“ in der Bruchfeldstraße 51 statt. Im Anschluss lädt das Vorbereitungsteam zum Austausch und gemeinsamen Essen ein.

In Goldstein beginnt der Gottesdienst um 18 Uhr in der katholischen Erlebniskirche St. Johannes, Am Wiesenhof 76a. Auch hier wird anschließend zum Beisammensein und einem Imbiss eingeladen.

In Schwanheim ist der Beginn ebenso 18 Uhr, dieser Weltgebetstagsgottesdienst findet im Pavillon der Evangelischen Martinusgemeinde in der Martinskirchstraße 52a, statt. Hier wird gleichfalls dazu eingeladen, bei Tee und Kleinigkeiten zusammenzubleiben.


Weltgebetstag in Offenbach

In Offenbach laden die christlichen Kirchen zusammen ein und zwar am Freitag, 1. März 2024, 18 Uhr, in die evangelische Schlosskirche in Rumpenheim. Anschließend wird ein Austausch mit kleiner Stärkung im Gemeindehaus, Dornberger Straße 20, angeboten.


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Bettina Behler 306 Artikel

Bettina Behler, Medieninformation Evangelische Öffentlichkeitsarbeit Frankfurt und Offenbach