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Trauerfeier für den am Hauptbahnhof getöteten Jungen

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Mit einem ökumenischen Gottesdienst in Glashütten haben Angehörige Abschied von dem achtjährigen Jungen genommen, der Ende Juli in Frankfurt vor einen ICE gestoßen und so getötet worden war. Mit dabei war der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier.

Auch Ministerpräsident Bouffier hielt eine Fürbitte (2.v.r.). Von links: die evangelische Pfarrerin Jennifer Koch, der katholische Pfarrer Stefan Peter, Propst Oliver Albrecht, Ministerpräsident Volker Bouffier, Bürgermeisterin Brigitte Bannen. |
Auch Ministerpräsident Bouffier hielt eine Fürbitte (2.v.r.). Von links: die evangelische Pfarrerin Jennifer Koch, der katholische Pfarrer Stefan Peter, Propst Oliver Albrecht, Ministerpräsident Volker Bouffier, Bürgermeisterin Brigitte Bannen. | Quelle: Storch/EKHN

Familie, Freunde, Nachbarn und Bekannte haben am 17. August 2019 Abschied von dem Ende Juli am Frankfurter Hauptbahnhof getöteten Jungen Abschied genommen. Bei der ökumenischen Gedenkfeier am Heimatort der Familie in Glashütten (Hochtaunuskreis) war auch der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) unter den Trauernden. Laut einer gemeinsamen Mitteilung des Hochtaunuskreises und der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau hatte er der Familie zuvor auch in einem persönlichen Gespräch seine Anteilnahme bekundet. Bouffier und die Glashüttener Bürgermeisterin Brigitte Bannenberg (Unabhängige) hatten sich zudem kurzfristig entschlossen, selbst eine Fürbitte im Gottesdienst zu halten.

In seiner Ansprache sagte der evangelische Propst für Rhein-Main, Oliver Albrecht, das Ereignis bleibe „für immer schrecklich und unfassbar. Angesichts der Sprachlosigkeit sei es wichtig, “zusammenzuhalten, zu beten und zu weinen, zu singen und zu klagen, uns an den Händen zu nehmen und in die Augen zu schauen“. Das Ganze sei wie ein böser Traum und zugleich eine

unendliche Leere. “Wie kann da der Glaube helfen? Was kann uns trösten?“, sagte der Theologe. “Der Glaube nimmt uns nicht den Schmerz“, erklärte Albrecht. “Aber er hilft vielleicht, mit ihm zu leben."

In einem Fürbittengebet sprach Ministerpräsident Bouffier das Entsetzen über die Tat im Bahnhof an. „Wir sind fassungslos über das Böse, zu dem ein Mensch fähig ist,“ sagte Bouffier. „Hilf uns, hilf allen, damit sich der Zorn nicht in die Seele frisst. Damit die Wut nicht zur Rache drängt.“

Bürgermeisterin Bannenberg bat in ihrem Gebet um Kraft und Stärke: „Lieber Gott, gib uns die Kraft als Gemeinde zusammen zu stehen und schwierige Zeiten gemeinsam zu überwinden. Gib uns die Stärke, uns nicht beirren zu lassen im Bestreben um einen respektvollen und friedlichen Umgang miteinander.“ Der Familie wünschte sie Kraft in ihrer Trauer und für ihr weiteres Leben. Medien waren im Gottesdienst mit Rücksicht auf die Trauerfamilie nicht zugelassen.


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