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Die „Inti“ heißt jetzt Margarete-Steiff-Schule

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Die Namensgeberin Margarete Steiff (1847–1909), bekannt als Erfinderin der beliebten Stofftiere und Gründerin der Spielwarenfabrik Steiff, saß aufgrund von Kinderlähmung bereits im Kleinkindalter im Rollstuhl.

Beim Fest zur neuen Namensgebung der integrativen Schule in Ginnheim. | Foto: Rolf Oeser
Beim Fest zur neuen Namensgebung der integrativen Schule in Ginnheim. | Foto: Rolf Oeser

Nach 37 Jahren hat die vom Evangelischen Regionalverband Frankfurt und Offenbach sowie der Evangelischen Französisch-reformierten Gemeinde getragene integrative Grundschule in Ginnheim einen neuen Namen: Margarete-Steiff-Schule. Bisher hieß die private, inklusiv arbeitende Ganztagsschule für Kinder aus ganz Frankfurt schlicht „Integrative Schule“ und wurde meist liebevoll „Inti“ genannt. Doch dieser Name ist inzwischen nicht mehr zeitgemäß.

Bei Gründung der Schule 1985 war das Vorhaben, Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam zu unterrichten, noch einzigartig in Frankfurt. Mittlerweile ist Inklusion in aller Munde. Und es ist inzwischen auch ins Bewusstsein gekommen, dass es um viel mehr als Integration geht.

Im Mai wurde die Umbenennung gefeiert. Die Namensgeberin Margarete Steiff (1847–1909), bekannt als Erfinderin der beliebten Stofftiere und Gründerin der Spielwarenfabrik Steiff, saß aufgrund von Kinderlähmung bereits im Kleinkindalter im Rollstuhl. Ihr Motto „Für Kinder ist nur das Beste gut genug” soll auch für die Arbeit der Schule an der Platenstraße ein Leitgedanke sein. Ebenso der soziale Anspruch und das Engagement für die Gemeinschaft.

Aktuell beschäftigt die Kinder in der Margarete-Steiff-Schule besonders der Krieg in der Ukraine und die Situation der geflüchteten Kinder. Bei einem schulweiten Sponsorenlauf im März kamen 32.500 Euro an Spenden für die Aktion „Deutschland hilft – Nothilfe Ukraine“ zusammen. Außerdem spendeten die Eltern Hygienartikel, Lebensmittel und Schulutensilien für die Flüchtlingsunterkunft in Frankfurt-Kalbach.


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