Frankfurt lokal

Mit Mops und Zeichenstift

Die 28-jährige Eva Hagen ist die Neue für alle Generationen in den evangelischen Kirchengemeinden zwischen Nordend und Westend. Kinder- und Jugendarbeit und Erwachsenenbildung und Seniorenarbeit in eine Hand zu legen ist ein Novum – Hagen bringt Erfahrungen dafür mit.

Eva Hagen geht mit Elan und Hund ihren neuen Job an. I Foto: Sophia Hoffmann
Eva Hagen geht mit Elan und Hund ihren neuen Job an. I Foto: Sophia Hoffmann

Wer sagt denn, dass nur Jugendliche Lust haben, mit Hilfe von Spraydosen Kunst zu zaubern? Eva Hagen, 28, war zuletzt beim Jugendladen Bornheim und im offenen Naxos-Atelier beschäftigt. In dem Atelier an der Waldschmidtstraße arbeitete sie auch mit Älteren, beispielsweise hat sie dort zusammen mit einer 94-Jährigen, die mit Schwung auf die Farbdüse drückte, Großleinwände verschönert. Keine Scheu vor dem Umgang mit allen Generationen zu haben, ist eine gute Voraussetzung für den neuen Job der unweit von Bad Dürkheim Geborenen und an der Frankfurter University of Applied Sciences, früher FH, in „Sozialer Arbeit“ Ausgebildeten. Am 1. Juni hat Eva Hagen ihre neue Tätigkeit in den evangelischen Kirchengemeinden Sankt Peters, Gethsemane und Sankt Katharinen angetreten, am 23. August wird sie offiziell eingeführt.

Genauer gesagt hat sie gleich zwei Stellen übernommen – eine für Kinder- und Jugendarbeit, eine zweite halbe Stelle für Erwachsenenbildung und Seniorenarbeit. Ein Novum, bislang füllten zwei das aus. Als Spagat empfindet Hagen das nicht. Zu den Klammern, die ihre Aufgaben zusammenhalten, gehört das Interesse an Kreativem und Kunst. Unlängst hat sie sich schon mit einer Gruppe von zwölf Personen auf „Sketching“-Tour begeben. Skizzenblöcke, Stifte, auch Aquarellfarben – „für die, die es lieber bunt mögen“ hatte sie bei diesem Angebot der Erwachsenenbildung und Seniorenarbeit im Gepäck, als es darum ging, die Gethsemanekirche und die Epiphaniaskirche der Sankt Petersgemeinde, beide im Nordend gelegen, aufs Papier zu bannen: „Da sind sehr schöne Sachen entstanden“. Und für Hagen war es ein guter Einblick. Am 22. August gibt es für Kinder aus der in der Innenstadt ansässigen Sankt Katharinengemeinde und aus den beiden Nordendgemeinden einen „Bibel-Maltag“ in der Jahnstraße 20, diese Offerte will Eva Hagen monatlich verankern.

Die neue Stelle ist für sie die erste im kirchlichen Rahmen. Da ihre Mutter zwölf Jahre als Küsterin arbeitete, „ist das für mich aber nicht ganz neu“ - Kindergottesdienst und anderes kennt Hagen, die zwei jüngere Schwestern hat, 19 und 20, auch aus der Teilnahmeperspektive. Seniorenarbeit ist da schon eher ein neues Feld.

Unter Corona-Bedingungen will vieles bedacht werden, da muss bei manchen Planungen ein Gedanke mehr aufgebracht werden, das gehöre nun mal dazu, sagt die Sozialarbeiterin. Demnächst werde sie vielleicht auch wieder Senior*innen die beliebten Ausflüge anbieten, sie überlegt noch, holt sich auch Rat bei den Ehrenamtlichen, die sich in den Gemeinden engagieren. Tipps kann sie diesbezüglich auch von ihren Großeltern erhalten, die in zwei Stunden Entfernung wohnen, mit denen Hagen aber regelmäßig telefoniert. Sie sind im Kegelklub, spielen Karten „und gehen auch gerne auf Ausflüge“.

Unterstützt wird Eva Hagen bei ihrer neuen Tätigkeit von ihrer „kleinen persönlichen Assistentin“ – Mopsdame Helga. „Sie hat schon viele Fans hier“ und verträgt sich mit Jung und Alt. Im Hort war die Hündin schon zu Besuch, einzelne Seniorinnen und Senioren haben die muntere Vierbeinerin freudig begrüßt. Im Büro sei Helga umgänglich, aber „keine Sorge, bei den Ausflügen und Gruppenangeboten bleibt sie daheim“.

Eingeführt wird Eva Hagen für alle drei Gemeinden am Sonntag, 23. August, 10 Uhr, in der evangelischen Epiphaniaskirche, Oeder Weg/Ecke Holzhausenstraße, Frankfurt-Nordend.


Autorin

Bettina Behler 113 Artikel

Bettina Behler, Medieninformation Evangelische Öffentlichkeitsarbeit Frankfurt und Offenbach