Gott & Glauben

Kleines ABC zu Advent und Weihnachten

Fällt Weihnachten dieses Jahr aus? Interessante Frage. Deren Beantwortung auch davon abhängt, was genau man darunter versteht. Hier ein kleines ABC zu den wichtigsten Stichworten rund um das Weihnachtsfest. Warum ist Stollen ein Weihnachtsgebäck? Ist Josef nun der Vater von Jesus? Wieso werden die Geschenke heimlich unter den Baum gelegt? Und, vor allem: Worum geht es beim Feiern überhaupt?  

Foto: Marem/Fotolia.com
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Das Weihnachts-ABC:


25. Dezember

Niemand weiß, wann Jesus Geburtstag hatte. Weihnachten fällt im Westen nach dem gregorianischen Kalender immer auf den 25. Dezember. In den meisten orthodoxen Kirchen fällt es jedoch nach dem Julianischen Kalender auf den 7. Januar, in der armenischen Kirche auf den 19. Januar. Der 25. Dezember als Geburtstag Jesu ist erst seit dem 3. Jahrhundert im Gespräch. Er bot sich an, weil die Römer an diesem Tag ihren unbesiegbaren Sonnengott Mithras feierten. Das erstarkte Christentum wollte diesen Tag mit Jesus Christus als dem wahren Licht der Welt besetzen und überhöhen. Außerdem ist der 25. Dezember im Julianischen Kalender der Tag der Wintersonnenwende, mit welcher die Tage wieder länger werden: Die Angst einflößende dunkle Weltzeit ist vorbei, mit Jesus Christus kommt neues Licht in die Welt, das Licht der Liebe, der Gnade und Barmherzigkeit. Hieraus erklärt sich die starke Lichtsymbolik, die mit Weihnachten verbunden ist.

Advent
Advent ist die Zeit des Wartens und der Hoffnung auf die Geburt Jesu. Die Stimmung steht dann in der Spannung zwischen der Klage über die Dunkelheit in der Welt (Hunger, Krieg, die Konkurrenz unterschiedlicher Interessen, das Böse, die Todverfallenheit) und der durch die Verheißungen der hebräischen Bibel begründeten Erwartung einer neuen Zeit mit Christus, in der alles, was dem umfassenden inneren und äußeren Frieden entgegensteht, im Licht der bedingungslosen Zuwendung Gottes verblasst und seine beherrschende Macht verliert. Der christliche Jahreskreis beginnt nicht an Neujahr, sondern mit der Adventszeit, welche die Zeit vor Christus abbildet, sozusagen die Zeit des Alten Testaments; liturgische Farbe ist Violett. Weihnachten läutet dann mit Jesu Geburt die Zeitenwende ein; liturgische Farbe ist Weiß. Der vierte Advent ist immer der Sonntag vor Heiligabend, die kürztmögliche Adventszeit ist also, wenn der 24. Dezember ein Sonntag ist und damit am Vierten Advent schon Heiligabend – so wie in 2017.

Adventslieder

Die Adventslieder stehen – da mit dem Advent das Kirchenjahr beginnt – ganz vorne im Evangelischen Gesangbuch (EG). „Macht hoch die Tür” (EG 1) ist das bekannteste Adventslied. Die sehnsuchtsvolle Erwartung einer neuen Zeit kommt in „Nun komm, der Heiden Heiland” (EG 4) und in „O Heiland, reiß die Himmel auf” (EG 7) zum Ausdruck. „Es kommt ein Schiff geladen” (EG 8) verbindet das Symbol Schiff kunstvoll mit der schwangeren Maria und dem Weg aus großer Entfernung (Himmel) bis zur Ankunft in der Heiligen Nacht auf der Erde. Anrührende Adventsgedanken im Nationalsozialismus stammen von Jochen Klepper, der das Lied „Die Nacht ist vorgedrungen” schrieb (EG 16).

Adventskranz

Der Adventskranz besteht aus gebundenen grünen Zweige, auf die in der Regel vier Kerzen (für die vier Sonntage im Advent) gesteckt werden. Von Sonntag zu Sonntag kommt Weihnachten näher, und in der Dunkelheit wird es symbolisch immer ein wenig heller. Am Vierten Advent schließt sich der Kreis, das Zeitalter des Wartens auf die Heilszeit kommt zum Abschluss. Wenn der Weihnachtsbaum leuchtet, hat daher der Adventskranz seine Schuldigkeit getan und kann entsorgt werden. Durch die Einteilung in vier Abschnitte bekommt die Zeit eine (berechenbare) Struktur, eine Richtung, ein Ziel. Das Warten in der Dunkelheit wird leichter, wenn es zwischendrin Zeichen des Fortschritts gibt.

Alle Jahre wieder

In der ritualisierten alljährlichen Wiederkehr von Advent und Weihnachten trainieren Christen und Christinnen ihr sehnsüchtiges Warten ebenso, wie das Feiern ihrer Vorfreude auf die endgültige Erfüllung, mit der endlich alles Böse und alle todbringenden Mächte dieser Welt vollständig und für immer überwunden sein werden.

Bescherung

Jesus Christus ist Gottes großes und ultimatives Geschenk an die Welt; diesen Gedanken nehmen die Menschen auf, indem sie sich wechselseitig (und durchaus nicht kleinlich) Geschenke untereinander bereiten. Weihnachtsgeschenke sollen nicht an Bedingungen wie das Wohlverhalten der Beschenkten geknüpft werden. Daher eignen sie sich auch dazu, Kontakte wieder aufzunehmen, die abgerissen waren. Weil Gott sein Geschenk in Gestalt seines Sohnes auf geheimnisvolle Weise zur Welt kommen lässt, bewahrt auch die Bescherung sorgsam das Geheimnis der Herkunft der dargebrachten Geschenke. Eingeweihte tragen die Gaben an Heiligabend möglichst unbemerkt im Weihnachtszimmer zusammen, sodass insbesondere die zu einem festgelegten Zeitpunkt hereinstürmenden Kinder neben Größe und Schönheit der Geschenke auch deren geheimnisvolle Herkunft bestaunen können. Lernziel: Schaut, welch große Gaben Gott euch schenkt. Mit höherem Alter schlüpfen die Kinder dann selbst in die religionspädagogische Rolle und führen die Jüngeren in das Geheimnis ein.

Christkind

Wer bringt die Geschenke? Der Nikolaus, der Weihnachtsmann, das Christkind? Es mag sein, dass man sich ursprünglich unter dem Christkind tatsächlich das Jesuskind vorgestellt hat, dem für das Geschenk seines Lebens zu danken ist. Im Lauf der Zeit wurde das Christkind aber eine selbstständige Figur, die meist blondgelockt und engelgleich dargestellt wurde und höchstens indirekt noch etwas mit Jesus zu tun hat. Das mag seinen Ursprung in Krippenspielen haben, wo die Schar der Engel häufig von einem Engel angeführt wurde, dem „Christkind”. Theologisch macht es den meisten Sinn, Gott als dem Ursprung aller guten Gaben zu danken.

Christvesper, Christmette

Die Gottesdienste an Heiligabend heißen Christvesper, wenn sie am Nachmittag und frühen Abend gefeiert werden, und Christmette, wenn es am späteren Abend schon auf den Weihnachtsmorgen zugeht. In einigen Kirchen der Innenstadt sollte man als Gruppe oder Familie rechtzeitig vor Beginn da sein, um noch gemeinsame Plätze zu ergattern, die nicht Bänke auseinander liegen. Es wirken oft viel mehr Leute mit, als in normalen Gottesdiensten. Der Ablauf ist lockerer als in den sonntäglichen Gottesdiensten, und Kinder sind meist mit eingeplant, so dass man sich keine Gedanken machen muss, ob sie womöglich stören, wenn sie sich auf die eine oder andere Weise aktiv zeigen. Im Mittelpunkt steht jedes Mal die Geschichte von der Geburt Jesu (Lukasevangelium, Kapitel 2), die von den Teilnehmenden in zahlreichen Liedern besungen und ihnen auf unterschiedlichem Niveau neu vermittelt wird: Wenn viele Kinder dazugehören, ist die Ansprache oft durch ein Krippenspiel ersetzt, in dem die Ereignisse in Bethlehem – oft aus der Perspektive einer einzelnen Figur heraus – leicht fasslich nachgespielt werden. Für Jugendliche und Erwachsene kann in einem Anspiel die an sich bekannte Geschichte in die Gegenwart oder Zukunft versetzt werden. Ziel der Veranstaltung ist die Verinnerlichung des Weihnachtsgeschehens: Jesus Christus ist für mich geboren, ja, in mir geboren.

Engel

Engel sind Boten Gottes. Sie interpretieren den Menschen, was sie sehen und was gerade geschieht. So machen sie das himmlische Geschehen transparent: Der Engel Gabriel („mein Mann, meine Kraft ist Gott”) deutet der Maria ihre Schwangerschaft, der „Engel des Herrn” verkündet den Hirten die große Freude, so dass sie einen neuen Blick auf ihr Leben gewinnen. Auf der Erde ist an Weihnachten nichts dem Zufall überlassen. Höhere, unbezwingbare Mächte sind am Werk, damit Gottes Plan aufgeht und die Menschen aufatmen können.

Es begab sich aber zu der Zeit…

Mit diesen Worten beginnt die Weihnachtsgeschichte im Lukasevangelium (Kapitel 2). Sie ist – gerne auch mal in Frankfurter Mundart gelesen – fester Bestandteil der Gottesdienste in der Heiligen Nacht und des Weihnachtsfestes. Lutherisch geprägten Ohren kommt der Text im gefühlt ewig vertrauten Wortlaut ebenso feierlich wie leicht fasslich daher. Die Weihnachtsgeschichte ist die Hymne des Christentums, und während sie gelesen wird, wird es für viele Menschen auch im Herzen Weihnachten. Die freudige Nachricht von der Geburt des Christuskindes zieht beinahe unausweichlich in ihren Bann, und es wird spürbar, dass durch diese Geschichte die Welt eine andere geworden ist: Sie ist vom Kopf auf die Füße gestellt. Damit man die Worte mit vollem Genuss erleben kann, wird der Text an Heiligabend gerne in einzelnen Abschnitten rezitiert. Jeder Satz, jedes Wort will nicht nur in seiner irdischen, sondern auch in seiner himmlischen Dimension wahrgenommen sein, denn die Geschichte ist weniger ein Tatsachenbericht als vielmehr ein erzählerisches wie auch theologisches Meisterwerk. In den scheinbar banalen Vorgängen auf Erden und in menschlich-weltlichen Entscheidungen zeigen sich den Eingeweihten himmlische Kräfte am Werk. Gott inszeniert hier eine Revolution von ganz oben. „Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging” – der Kaiser konnte nicht wissen, dass er in all seiner Souveränität das willfährige Werkzeug einer höheren Macht gewesen ist, und dass seine Steuerreform den Weg zur Durchsetzung eines neuen Paradigmas ebnete. Und wir lernen die komplizierte Lektion, dass Gott auch aus befremdlichen politischen Entscheidungen Gutes hervorgehen lassen kann. Kleiner Trost: Wer das Weihnachtswunder verstanden hat, versteht auch den Karfreitag.

Freude und Fröhlichkeit

Die Geburt des Gottessohnes ist „Evangelium“, das griechische Wort für „Frohe Botschaft. Die Freude gehört daher zur Grundbefindlichkeit an den Weihnachtsfeiertagen – am ehesten in Verbindung mit einer Empfänglichkeit für die weihnachtlichen Glaubensinhalte. Wo diese nicht tragen, wird oft unterschätzt, dass Weihnachten in erster Linie ein Glaubensfest ist, und die Feiertage einer realistischen Planung bedürfen: im Umfeld der Verwandtschaft frühzeitig gegenseitige Erwartungen abstimmen, im kleineren Kreis etwas Schönes unternehmen, ein Essen unter Freunden, liebe Menschen treffen (ohne nur dumm herumzusitzen), eigene Traditionen schaffen… Win-win-Devise: Freude haben und Freude schenken.

Geburt Jesu

An Weihnachten beginnt die Zeit, in der Jesus Christus in der Welt ist. Es wird aber nur die Geburt des Jesuskindes gefeiert, nicht schon das starke und unüberwindliche Auftreten von Christus, dem Weltregenten. Trotzdem ist schon begründete Hoffnung da, dass das neugeborene Baby eines Tages die Herrschaft auch tatsächlich antreten wird – wenn auch ganz anders als weltliche Herrscher, denn Jesus sagt: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt.”

Geburtstag

Jesus wurde nicht im Jahre Null geboren. Die chronologische Erfassung der Ereignisse geschah erst nach Hunderten von Jahren, sodass es zu Rückrechnungsfehlern gekommen ist. Dazu kommt, dass schon mit der Aufzeichnung der Evangelien mehr als ein halbes Jahrhundert nach Jesu Tod die Fakten nicht mehr genau bekannt waren und obendrein auch nicht den Stellenwert hatten, der ihnen heute beigemessen wird. Die Hinweise in der Weihnachtsgeschichte führen zu keinem Ergebnis. Hat König Herodes bei der Geburt Jesu noch gelebt, wie es Lukas und Matthäus nahelegen, so müsste Jesus vor dem Jahr 4 vor Christus geboren sein. Vertraut man auf die Aussage, dass Quirinius Statthalter in Syrien war, fällt Jesu Geburt in die Zeit um 6 nach Christus. Vermutlich jedoch irrte Lukas hier. Einen anderen Hinweis könnte die Geschichte von den Weisen aus dem Morgenland im Matthäusevangelium geben: Im Jahr 7 vor Christus gab es eine dreimalige Konjunktion der Planeten Jupiter und Saturn, die man vom heutigen Irak aus beobachten konnte. Die Astronomen und Astrologen konnten darin die Geburtsanzeige für einen neuen König in Israel erkennen. Möglich ist allerdings auch, dass die Erinnerung an jenes astronomische Ereignis erst später mit der Geburt Jesu verknüpft wurde, gerade weil alles so gut passte und schon im Alten Testament vom „Stern aus Juda” die Rede ist. Heute wird die Geburt Jesu meist in die Zeit zwischen 7 und 4 vor Christus datiert. Die biografischen Daten bleiben jedoch eigentlich uninteressant im Vergleich zu Jesu Bedeutung für die gesamte Welt.

Heiligabend

Die sehnsüchtige Erwartung des Weihnachtsfestes ist so groß, dass die Feierlichkeiten bereits am Vorabend, dem Heiligen Abend (24. Dezember), beginnen und ihren Höhepunkt erreichen. Verbreitet sind feste Abläufe. Dazu gehören in Deutschland oft die Vorbereitung des Weihnachtszimmers, ein bescheidenes Mittagessen, zur Einstimmung auf das Fest das Anlegen festlicher Kleidung und – für den weihnachtlichen Impuls – der Besuch der Christvesper oder Christmette, im Anschluss folgen Bescherung, gemeinsames Abendessen und Zusammensein. Der Gottesdienstbesuch an Heiligabend ist meist der höchste im ganzen Jahr.

Herodes

Herodes war König über Judäa, Galiläa und Samaria von römischen Gnaden. Auch wenn seine Politik der jüdischen Bevölkerung zugewandt war, war er als Nicht-Israelit wenig anerkannt. Er wusste von der Verheißung eines aus Betlehem stammenden neuen jüdischen Königs und bat daher die Weisen aus dem Morgenland, die bei ihm eine Audienz wahrnahmen, bei ihrer Rückkehr von dort Näheres über den neugeborenen König mitzuteilen. Denn er wollte sich jede Konkurrenz im Amt frühzeitig vom Leibe zu schaffen. Nachdem die Weisen auf direktem Weg in ihre Heimat aufgebrochen waren, ordnete er der Überlieferung nach den Kindermord von Betlehem an und ließ alle männlichen Neugeborenen dort töten. Jesus überlebte, weil seine Eltern mit ihm bereits nach Ägypten geflohen waren.

Hirten und Hirtinnen

Sie sind die ersten, die die frohe Botschaft von der Geburt des Christus hören. Das ist kaum Zufall, denn diese Leute (es arbeiteten Männer und Frauen in diesem Beruf) führten keineswegs das romantische Dasein, das man sich gerne vorstellt. Im Gegenteil, ihr Leben war auf der Suche nach neuen Weideplätzen eher ein Nomadenleben. Hirten und Hirtinnen waren sozial isoliert und überall Fremde, manche waren sicher auch weggelaufen vor ihrer Vergangenheit. Sie finden als die Ersten bei dem Neugeborenen offensichtlich einen Trost in ihrem kargen Dasein, ein Angeld auf eine bessere Zukunft; in ihnen keimt eine neue Hoffnung auf.

Jesus Christus

Die Zentralfigur des christlichen Glaubens gilt als der Begründer einer neuen Weltordnung, in welcher das Recht des Stärkeren, die Herrschaft von Geld und Gewalt, die Präsenz des Bösen und die Wirklichkeit des Todes abgelöst werden durch die Herrschaft einer Liebe, eines Friedens und einer Gerechtigkeit, die alles umfassen – von den persönlichen Zielen und Gedanken bis hin in die letzten Winkel der Welt hinein. Heute leben wir noch im Advent, aber die Lichter der Verheißung sind schon sichtbar, und eines Tages wird Jesus Christus der Liebe zum irreversiblen Durchbruch verhelfen.

Josef

Die biblischen Erzählungen betonen, dass der Stammbaum des Josef bis zum großen israelischen König David reicht. Lukas lässt ihn daher mit der hochschwangeren Maria wegen einer Steuerschätzung von Nazaret in Galiläa nach Betlehem in seinen Geburtsort ziehen. So wird für die Leserinnen und Leser des Evangeliums deutlich: Jesus ist als Sohn Josefs legitimer Nachfahre Davids, und er wird ein noch größerer David werden. Aber Josef hat in der Heilsgeschichte noch einen weiteren Job: Er muss das Neugeborene vor den Soldaten des Königs Herodes retten, der im Blick auf seine eigenen Herrschaftsansprüche von vornherein jede Konkurrenz ausschalten will und laut Überlieferung alle neugeborenen Kinder in Betlehem massakrieren ließ. Wer die hebräische Bibel kennt, sieht hier Ähnlichkeiten zu einem anderen, viel älteren Josef, der immer wieder durch Träume seine Bestimmung von Gott her erfährt. Dieser wird nach Ägypten verschleppt, was sich am Ende als ein groß angelegtes Rettungsmanöver für Israel erweist, weil er dort die in der Heimat herrschende Hungersnot übersteht. Auch Josef, der Vater Jesu, träumt und findet mit Maria und dem Jesuskind Asyl in Ägypten. In der Kunst wird Josef daher oft als schlafend (träumend) dargestellt. Dass er im Neuen Testament nur in Jesu Kindheit eine Rolle spielt, muss nicht heißen, dass er früh gestorben ist, denn die Schriftsteller verstehen sich als Überbringer der frohen Botschaft von Jesus Christus und haben keine weiteren biografischen Interessen.

Was Josefs Vaterschaft angeht, so fährt die Überlieferung zweigleisig. Einerseits ist sie bemüht, den Nachweis zu führen, dass Jesus Nachkomme Davids ist, was nur über die (genetische) Vaterschaft Josefs gelingt. Andererseits will sie aber das Besondere an Jesus, seine Gottessohnschaft, herausstellen und konstruiert zu deren Illustration die Jungfrauengeburt. Das ist aber wohl eher ein literarisches Mittel als wortwörtlich zu verstehen. Um beide Varianten in Einklang zu bringen, hilft man sich manchmal auch mit der schwachen Konstruktion, Josef sei (nur) im rechtlichen Sinn Jesu Vater, eine Art Ziehvater also. Man kann sich die Gottessohnschaft Jesu aber auch als eine Art Adoption vorstellen, so wie offenbar Markus, der in seinem Evangelium Gott bei Jesu Taufe zu ihm sagen lässt: „Du bist mein geliebter Sohn, an Dir habe ich Wohlgefallen.”

Wollte man Zweifel an der Vaterschaft Josefs psychologisieren, so müsste man wohl sagen, es sei ihm und Maria etwas gelungen, was längst nicht allen Paaren gelingt, bei denen es mal kriselt: Sie haben mit vereinten Kräften das Irritierende und Fremde in ihrer Beziehung in ihre Liebe integrieren können.

Jungfrauengeburt

Jesus war nach dem christlichen Glauben zugleich wahrer Gott und wahrer Mensch, sodass Gott den Menschen als ihresgleichen begegnet ist, als ein direktes Gegenüber. Die Geschichte von der Jungfrauengeburt illustriert das, ohne es wirklich erklären zu können. Ihren Anhalt findet sie in der griechischen Übersetzung des Alten Testaments, der so genannten Septuaginta. Denn im hebräischen Text verkündet der Prophet Jesaja (7,14), eine „Junge Frau“ sei schwanger und man werde ihren Sohn Immanuel nennen (was „Gott ist mit uns“ bedeutet). In der griechischen Übersetzung heißt es dann aber, eine „Jungfrau“ werde schwanger werden – aus der jungen Frau wird also eine Jungfrau, und aus der bestehenden Schwangerschaft wird eine zukünftige.

Das doppelte Missverständnis in der griechischen Übersetzung gewinnt dann ein Eigenleben, als es darum geht, zu beschreiben, wer Jesus gewesen ist. Man interpretiert die Stelle bei Jesaja als göttliche Verheißung und richtet andere Texte daran aus. Durch die Verlobung war Maria bereits rechtlich mit Josef verheiratet, aber noch nicht ins Haus ihres Mannes umgezogen, die Ehe war deswegen noch nicht vollzogen: Maria war noch Jungfrau. Der Engel Gabriel (was übersetzt in etwa heißt: “Mein Mann ist Gott”) hat Maria verheißen, sie werde schwanger und einen Sohn zu Welt bringen, den sie „Jesus” nennen solle („Gott hilft, rettet”). Maria wendet ein, sie sei noch gar nicht verheiratet, und erhält zur Antwort: „Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind, das du zur Welt bringst, heilig sein und Gottes Sohn genannt werden.”

Überzeugen kann die Jungfrauengeburt allerdings auch aus einem anderen Grund nicht wirklich, denn aus der Verbindung zwischen Maria und Gott hätte – nach griechischem Vorbild – nur ein Halbgott entstehen können, kein „wahrer“ Gott. Bei der Geburt Jesu ist mehr als Genetik am Werk. Da bei Gott ohnehin alle Dinge möglich sind, kann das, was nicht wirklich erklärlich ist, getrost als Wunder durchgehen: Jesus ist Gottes Sohn, auch ohne dass Maria ihn jungfräulich empfangen hat. Und wer glaubt, dass Gott seinen Sohn zu unserem Heil auf die Erde gesandt hat, wird selig.

Krippe

Meist ist damit das ganze Arrangement des Stalls von Betlehem gemeint, wobei die Futterkrippe das zentrale Möbelstück darstellt. Sie ist ein Symbol der Armut, der Hilflosigkeit nicht zuletzt, und es fehlt ihr jeder weltliche Glanz. Jesus kommt nicht als einer der Oberen, die sich selbst zu helfen wissen, sondern er kommt zu denen, die Gott brauchen. Und für die liegt in der Krippe eine frohe Botschaft, denn Jesu Name bedeutet: „Gott hilft, Gott rettet”. Wer will, findet hier also Erlösung. Wer nicht will, ist blind für das Leuchten aus der Krippe heraus und sieht nur den Schmutz und die Hinfälligkeit.

Licht

Licht bedeutet Leben, Klarheit, Erkenntnis, Durchblick. Ein Licht geht auf in der Dunkelheit und wärmt in der Kälte. An Weihnachten erscheinen die Welt und das Leben in einem neuen Licht: Der Sinn des eigenen Lebens und das Ziel der Welt werden durch Jesus Christus offenbar. Ihm geht es um ein Leben nach dem Prinzip Liebe, das mit Hilfe seiner Präsenz heute schon zumindest in Ansätzen praktikabel ist und sich am Ende voll und ganz durchsetzen wird. Im Advent nimmt das Licht von der ersten Kerze am Adventskranz langsam zu, bis an Heiligabend der Weihnachtsbaum endlich im vollen Glanz des Lichtes erstrahlt, verstärkt von farbigen Christbaumkugeln: Christus ist geboren, es beginnt eine neue Zeit.

Liebe

Weihnachten gilt auch als „Fest der Liebe“. Mit „Liebe” ist hier aber nicht romantische Anziehung gemeint, sondern eine bedingungslose und voraussetzungslose Zuwendung zum fernen und nahen Nächsten, die Menschenliebe. Wo die Liebe das Prinzip des Denkens und Handelns darstellt, stehen die Wahrung der Würde und der Respekt vor der Einzigartigkeit eines jeden Menschenlebens selbstverständlich im Mittelpunkt. Die Liebe macht sich nicht fest an bestimmten Eigenschaften oder dem Aussehen: Ich liebe nicht, weil jemand klug oder schön oder loyal ist (und wende mich entsprechend ab von denen, die das nicht sind), sondern ich liebe den Menschen, weil und indem er ein Mensch ist wie ich, Gottes Geschöpf, Sünderin, Ebenbild Gottes. Die Wirkung der Liebe besteht in Solidarität und Gerechtigkeit. Sie ist nicht Menschen- sondern Gotteswerk. Als solches wird sie vom Menschen aufgenommen und weitergegeben: „Lasst uns lieben, weil Gott uns zuerst geliebt hat.”

Maria

Maria ist mit Josef verlobt, einem Nachkommen des großen Königs David, aus dessen Stamm die Juden den Messias erwarten, den mit göttlichen Kräften begabten endzeitlichen König. Die junge Frau wird wohl im Alter heutiger Konfirmandinnen gewesen sein, zwischen 12 und 14 Jahren alt. Eine Heilige ist Maria im Protestantismus trotz ihres Glaubensgehorsams nicht, und sie wird nicht als Fürsprecherin bei Gebetsanliegen an Jesus Christus benötigt; das Beten geht ganz direkt. Aber sie hat einen klar prophetischen Zug. In ihrem „Magnificat” (Lukas 1,26-56) besingt sie die Umwertung aller Werte: „Er stößt die Gewaltigen vom Stuhl und erhebt die Niedrigen. Die Hungrigen füllt er mit Gütern und lässt die Reichen leer. Er gedenkt der Barmherzigkeit und hilft seinem Diener Israel auf.” Dazu kommt ein Stück vorbildlicher christlicher Existenz: Maria stimmt zu, Teil eines höheren Plans zu werden, und lebt ihre Mutterschaft in dem Wissen, dass Gott ihren Sohn letztendlich ganz als den seinen beansprucht. Tatsächlich muss sie ja gut dreißig Jahre später diesen Sohn auf Willen seines himmlischen Vaters wieder hergeben, was ihr viel Mitgefühl und Hochachtung einbringt: Höchste Freude und tiefster Schmerz liegen bei ihr allzu dicht beieinander!

Nikolaus

Nikolaus von Myra war ein Bischof, der im vierten Jahrhundert in Kleinasien, der heutigen Türkei, wirkte. Er ist an einem 6. Dezember gestorben, sonst weiß man nicht wirklich viel von ihm. Es heißt, dass er sein ererbtes Vermögen unter die Armen verteilt hat, und es haben sich zahlreiche Legenden um ihn gebildet. Drei Jungfrauen, die von ihrem Vater zur Prostitution gezwungen werden sollten, soll er eines Nachts Goldklumpen ins Zimmer geworfen haben, um sie von ihrem Los zu befreien – so ist er zum Beschenker der Kinder geworden, der die Stiefel füllt. Da zum Nikolaustag das Gleichnis von den anvertrauten Talenten (Matthäus 25,14ff) gelesen wurde, entstand der Brauch, dass der Nikolaus die Kinder befragt, ob sie denn auch brav und fromm gewesen seien. Der Protestantismus lehnt die Heiligenverehrung ab, und dementsprechend wurde die Nikolaus-Bescherung auf Weihnachten verlegt (und der „Weihnachtsmann“ eingeführt) oder gleich ganz dem Christkind überlassen. Von Martin Luther erzählt man, dass er den „Nikolaus” durch den „Heiligen Christ” ersetzt und die Beschenkung auf den 25. Dezember verlegt habe.

Ochse und Esel

Die beiden staffieren jeden weihnachtlich gestalteten Stall aus, weil sie geistliche Klugheit besitzen: „Ein Ochse kennt seinen Herrn und ein Esel die Krippe seines Herrn”, heißt es bei Jesaja (1,3), will sagen: Mit ihrer Anwesenheit geben sie zu verstehen, dass das Kind in der Krippe tatsächlich der erwartete Heiland der Welt ist, der „Herr” Jesus Christus.

Stall

In einem Stall kommt Jesus zur Welt. Einerseits zeigt das, dass Gott zu denen kommt, die ihn nötig haben, und nicht zu denen, die sich nur mit ihm schmücken wollen, um weiterhin ihre Geschäfte zu machen. Wer sich selbst genügt, aus eigener Kraft leben will und sich als seines Glückes Schmied betrachtet, hat keine Verwendung für arme Schlucker wie Josef und Maria und schiebt die Unterprivilegierten dahin ab, wo man sie nicht sehen muss und nicht mit ihnen konfrontiert wird. Andererseits ist der Stall ein Ort, vor dem die Hirten und Hirtinnen auf den Wiesen um Betlehem herum keine Schwellenangst überwinden müssen, wie zu unseren Kirchen heute. Darin steckt der Anspruch, dass die „frohe Botschaft“ Menschen in ihrer konkreten Lebenssituation anspricht und dort verkündet werden soll, wo die Leute sowieso sind, und nicht da, wo sie erst hinkommen müssen und sich fremd fühlen. Drittens ist der Stall in der Kunst ein Symbol für die „Bruchbude Welt“, die kurz vor dem Zusammenbruch steht. Insofern ist der Stall auch eine Zeitansage: Mitten in der Welt, wie wir sie kennen, mit all ihren Ungereimtheiten und Ausweglosigkeiten, kommt Gottes Sohn zur Welt, um eine neue Welt zu schaffen, in der ein ganz neuer Geist weht.

Stollen

Dieses sehr gehaltvolle Gebäck aus Hefeteig, das nach dem Backen mit Puderzucker bestreut wird, symbolisiert mit seinem charakteristischen Teig-Überschlag das in Windeln gewickelte Christkind. Im übertragenen Sinn ist Jesus in seiner Bedeutung für die Welt ebenso gehaltvoll. Jesus sagt später von sich, er sei das “Brot der Welt”.

Warten

Der Advent lehrt das Warten, die Geduld, das Harren – und auch die Neugierde. Es ist aber kein „Warten auf Godot”, der bekanntlich nie kommt, sondern ein Warten auf das sichere Erscheinen Gottes in der Welt. Advent dauert vier Wochen, dann kommt Weihnachten. Darin spiegelt sich der Lauf der Welt, denn das Dunkel dauert zwar eine gewisse und für den Menschen nicht unbedingt überschaubare Zeit, Gott jedoch hat zum Trost die Zeit der Erfüllung vorherbestimmt. Advent ist also „Warten mit Aussicht”. Das besitzt auch einen pädagogischen Nährwert: Wenn die Kinder gelernt haben, dass man nicht alles sofort haben kann und manches seine Zeit braucht, ist das eine Weisheit für das Leben. Das gerade für Kinder schwere Warten kann aufrecht erhalten und vor Resignation bewahrt werden, indem es zum Beispiel bei einem Adventskalender jeden Tag bis zum Heiligen Abend etwas zu entdecken gibt, oder durch limitierte Gaben von Weihnachtsgebäck an den Adventssonntagen, die Vorfreude wecken.

Weihnachten

Weihnachten ist das populärste der christlichen Hauptfeste neben Karfreitag/Ostern und Pfingsten. Gefeiert wird die Geburt des Menschen Jesus von Nazaret, der nach christlichem Glauben und Überlieferung zugleich Jesus Christus, Sohn Gottes und Retter der Welt ist. Da sich bei einer Geburt alles um Eltern und Kind dreht, liegt die Ausgestaltung als Fest der Familie nahe, was auch in eher unreligiös gestimmten Kreisen funktioniert. Wenn Gott der Welt aus Liebe seinen Sohn als Helfer und Heiler schenkt, der mit seinem Licht einen neuen Weg ausleuchtet, triggert das auch säkulare Symbolwerte an: Weihnachten ist ein Fest der Liebe, der Geschenke, des Lichts, und das Grün des Tannenbaums steht auch unabhängig vom Jesuskind für Hoffnung. Weihnachten hat starke ästhetische Reize – es sieht schön aus, riecht und schmeckt gut, daher findet es auch unter Menschen, die nicht an die christliche Botschaft von der Erlösung der Welt glauben, Freunde und Freundinnen.

„Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell”, sagt der Prophet Jesaja. Der Eigengehalt des Festes an Trost ist ausgesprochen hoch. Wenn aber der geistliche Nährwert durch die Säkularisierung stark gemindert ist, können sich gerade bei allein lebenden Menschen leicht Einsamkeitsgefühle, Wehmut und Depression einstellen. Das Fest wirkt nicht aus sich selbst heraus, die Feiernden bedürfen weihnachtlicher Impulse und Inspirationen. Deshalb führen unrealistische Erwartungen leicht zu Langeweile, Enttäuschung und sogar Streit.

Weihnachtslieder

Singen gibt ein Gefühl der Befreiung und stärkt die Gemeinschaft. Viele Weihnachtslieder haben bekannte Melodien, und sie haben oft viele Strophen, weil es an Weihnachten viel zu verkünden gibt. Nicht mitsingen ist wie draußen vor dem Stadion zu stehen, während drinnen der Bär tobt. Martin Luther sagte, die Musik sei ein Geschenk Gottes, sie mache fröhliche Herzen, sie verjage den Teufel und sie bereite unschuldige Freude, so dass Zorn, Begierden und Hochmut vergehen. Singen ist also ein guter Einstieg in die Weihnachtsfreude. Martin Luther hat es übrigens geschafft, das ganze Weihnachten in einem einzigen Lied aufzubereiten: „Vom Himmel hoch, da komm ich her” (EG 24).

Weihnachtsmann

Der rundliche alte Mann mit langem Rauschebart ist eher eine weltliche Weihnachtsfigur und gehört absolut nicht zu den Freunden des Christkinds, weil er einen fatalen weihnachtlichen Irrtum transportiert, und zwar den der Leistungsgerechtigkeit. Als Mischung aus dem Bischof Nikolaus von Myra und Knecht Ruprecht bringt er nämlich Geschenke nur für die Braven, während die anderen die Rute kriegen. Die Weihnachtsbotschaft jedoch gilt allen und lautet: Wie Gott sein Geschenk, das Christuskind, für alle in die Welt geschickt hat, ohne zwischen „Guten” und „Bösen” zu unterscheiden, so sollen auch die Geschenke gerade keine Belohnungen sein, sondern aus der Menschenliebe hervorgehen – und auf diese Weise mit dazu dienen, Brüche und Verwerfungen im Miteinander zu überwinden.

Weise aus dem Morgenland

Die Weisen, von denen das Matthäusevangelium berichtet (Kapitel 2) waren weder Könige noch Heilige, und auch die Zahl drei ist unsicher. Möglicherweise waren sogar Frauen dabei. Erst im Lauf der kirchlichen Tradition ist aus den namenlosen „Weisen aus dem Morgenland”, von denen im Bibeltext die Rede ist, die „heiligen drei Könige” Caspar, Melchior und Balthasar geworden. Allerdings birst auch die Geschichte, die Matthäus erzählt, geradezu vor Symbolik, und so lag es durchaus nahe, diese noch weiter auszubauen, bis hin zu den (katholischen) Sternsingern unserer Tage.

Die Weisen kommen von weit aus dem Osten, weil sie einen Stern haben aufgehen sehen, der ihnen die Geburt eines neuen Königs der Juden anzeigt. Der Stern führt sie nach Bethlehem, wo sie den neugeborenen Jesus finden, ihn als Weltenkönig anbeten und ihm standesgemäß Gold, Weihrauch und Myrrhe darbringen. Matthäus will mit dem Vorbild der Weisen all jene beschämen, die Jesus nicht als Gottes Sohn und Weltenherrscher anerkennen: Sogar die Heiden, die ihre Kenntnisse nur aus stummen Sternen gewinnen, tun das Richtige! Am Ende des Evangeliums wird nämlich klar, dass die Anbetung der Weisen bereits den späteren großen Erfolg der christlichen Mission unter den heidnischen (also nicht jüdischen) Völkern vorwegnimmt: Die Weisen aus dem Morgenland stehen dafür, dass Jesu Botschaft für „alle Welt” gilt, und sie stehen mit ihrer Profession auch für die Vereinbarkeit von Glaube und Wissenschaft.

Bei aller literarischen Ausarbeitung hat die Geschichte einen wahren Kern. In der „morgenländischen“ Heimat der Weisen, dem heutigen Irak/Iran, konnte man im Jahr 7 vor Christus im Westen die ohnehin recht hellen Planeten Saturn und Jupiter so nahe beieinander sehen, dass man sie für einen einzigen, großen Stern halten konnte. Manche Forscher leiten daraus die Datierung der Geburt Jesu ab.


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Wilfried Steller 48 Artikel

Wilfried Steller ist Theologischer Redakteur von "Evangelisches Frankfurt und Offenbach" und Pfarrer in Frankfurt-Fechenheim.