Gott & Glauben

Gottesdienst geht auch anders

Die Evangelische Dreifaltigkeitsgemeinde, zuständig für Kuhwaldsiedlung und Europaviertel, weicht einmal im Monat mit anderen Formaten vom klassischen Sonntagsprogramm ab.

Tobias Völger startet 2024 neue Gottesdienstformate. Foto: Tamara Jung-König
Tobias Völger startet 2024 neue Gottesdienstformate. Foto: Tamara Jung-König

In der Evangelischen Dreifaltigkeitsgemeinde, deren Einzugsbereich sich auf die nach dem Ersten Weltkrieg entstandene Kuhwaldsiedlung und das Neubauquartier Europaviertel erstreckt, machen sich die Veränderungen und Herausforderungen, die in den kommenden Jahren auf die evangelische Kirche zukommen, schon jetzt deutlich bemerkbar. Der Kirchenvorstand versucht, auf diese Veränderungen zu reagieren.

„Im nächsten Jahr wollen wir den Bereich der Gottesdienste weiterentwickeln“, kündigt Pfarrer Tobias Völger an. Einmal im Monat, am zweiten beziehungsweise dritten Sonntag im Monat wird der Gottesdienst nicht mehr am Sonntag, sondern an einem anderen Wochentag gefeiert. Drei Formate wechseln sich dabei ab:


„MiteinanderKirche“ freitags um 20 Uhr in der evangelischen Dreifaltigkeitskirche, Funckstraße 16.

„Die ,MiteinanderKirche‘ ist ein kommunikativer Tischabendmahlsgottesdienst mit Essen, Musik und Gesprächen“, so Völger, freitags um 20 Uhr wird er gefeiert. Die Anwesenden versammeln sich um Tische, feiern den Gottesdienst bei einem gemeinsamen Essen, dazu gibt es Wasser, Apfelschorle, Bier und Wein. In Anlehnung an die biblische Überlieferung ist das Essen in die Abendmahlsliturgie integriert.

In der Mitte steht der „Fragomat“, ein alter Kaugummiautomat, „den wir mit großen Fragen füllen“ erzählt der Dreifaltigkeitspfarrer. Die darin enthaltenen Zettel geben Anregungen für Gespräche. Auch die Musik ist anders als gewohnt: „Wir singen auch bekannte Popsongs, die das Thema des Abends variieren“, umschreibt Völger das Konzept. Nach dem Segen klingt der Abend langsam aus.


„Dreifaltigkeit mal Kunterbunt“ samstags ab 15 Uhr in der Dreifaltigkeitskirche

Das mittlerweile traditionelle Format für Groß und Klein wird einmal im Quartal samstags fortan angeboten. „Wir wollen Kirche und Gottesdienst neu erlebbar machen. Jung und Alt entdecken gemeinsam Gott, Glauben und Kirche neu und erleben Gemeinschaft“, ist die Absicht dahinter. Nach dem Ankommen mit Kaffee und Kuchen, betätigen sich die Anwesenden an verschiedenen Stationen mal kreativ, mal nachdenklich, aber immer mit allen Sinnen. Das fließt in einen kurzen Gottesdienst, eine Feier-Zeit, ein, bevor der Nachmittag mit einem gemeinsamen Abendessen ausklingt.


Der „Meditative Feierabend“ lädt zum Abschalten nach dem Arbeitstag ein.

Er findet dienstags um 19.30 Uhr im Gemeindesaal, Pariser Straße 6, Europaviertel, statt. Eine kurze Liturgie mit Meditationen, Zeiten der Stille und einem Bild oder einem Gedanken, der zum Nachdenken anregt, dazu ruhige Lieder und Musik, kennzeichnen ihn. „Einfach mal abschalten und den Kopf freibekommen von dem, was die Menschen die Tage über beschäftigt hat“, beschreibt Tobias Völger das Konzept. Eine erste Möglichkeit den „Meditativen Feierabend“ kennenzulernen, gibt es am Dienstag, 16. Januar 2024, um 19.30 Uhr im Gemeindesaal, Pariser Straße 6.


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Bettina Behler 306 Artikel

Bettina Behler, Medieninformation Evangelische Öffentlichkeitsarbeit Frankfurt und Offenbach