Kunst & Kultur

„Hilfe – ein Hase"

Was haben eigentlich Hasen mit Ostern zu tun? Gar nichts! Schließlich legen die Langohren ja noch nicht mal Eier. Zu dieser Erkenntnis kam unsere Redakteurin jedenfalls nach einem verstörenden Erlebnis in ihrer Kindheit.

Konfrontation mit dem Riesen-Hasen. | Foto: privat
Konfrontation mit dem Riesen-Hasen. | Foto: privat

Ostern 1979: Meine Großeltern, stolze Mitglieder eines Kaninchenzuchtvereins, schleppen mich, nicht mal zwei Jahre alt, zur allseits beliebten Osternestverteilung. Völlig naiv, weil nichts ahnend, laufe ich an Opas Hand in die Höhle des Osterhasen. Himmel.

Da steht er. Menschgroß. Und der Kopf, noch größer! Opa nimmt mich auf den Arm, was es nicht besser macht. Wir, das komische Hasending und ich, blicken uns in die Augen. Ich will weg, schnell. Ich will schreien, laut. Warum denken sich Erwachsene so etwas aus?

Überhaupt. Dieser Osterhasenkult. Es geht doch um die Auferstehung Jesu, das größte Fest im Kirchenjahr! Wo genau kommt da ein Hase ins Spiel? Okay, es ist Frühling, die Natur erwacht aus ihrem Winterschlaf und so weiter. Aber die Karnickel? Die hoppeln im Frankfurter Anlagenring das ganze Jahr übers Gras! Ich vermute, der Osterhase war eigentlich nur für das Festessen vorgesehen, und in der ganzen Story ist was schiefgelaufen. Wer weiß.


Autorin

Angela Wolf 55 Artikel

Angela Wolf ist Mitglied der Redaktion von Evangelisches Frankfurt und Offenbach. Sie studierte Soziologie, Politikwissenschaften und Psychoanalyse in Frankfurt am Main, arbeitet als freie Autorin und ist ehrenamtlich aktiv.

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