Kunst & Kultur

„LiBeraturpreis“ für einen Krimi aus Uruguay

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Die Autorin Mercedes Rosende aus Uruguay erhält den „LiBeraturpreis 2019“ für ihren Krimi „Krokodilstränen“. Der von einer Initiative des Ökumenischen Zentrums Christuskirche gegründete Preis ist mit 3.000 Euro dotiert und wird jedes Jahr auf der Frankfurt Buchmesse im Oktober verliehen.

Mercedes Rosende: Krokodilstränen. Kriminalroman (aus dem Spanischen von Peter Kultzen), Unionsverlag 2018. 14,99 Euro.
Mercedes Rosende: Krokodilstränen. Kriminalroman (aus dem Spanischen von Peter Kultzen), Unionsverlag 2018. 14,99 Euro.

In „Krokodilstränen“ erzählt Mercedes Rosende von einer Gang glückloser Kleinkrimineller, die in der uruguayischen Hauptstadt Montevideo einen Geldtransporter überfallen wollen. „Mit Verwechslung wird gespielt wie in einer Komödie. Beim Lesen wird man dabei augenzwinkernd in das Konstrukt einbezogen. Ein Krimi zum Totlachen“, urteilt Kulturkritiker Ruthard Stäblein.

Das öffentliche Online-Voting im Juni habe die 1958 geborene Schriftstellerin, Anwältin und Journalistin klar für sich entschieden, teilte der Verein Litprom in Frankfurt mit. Mercedes Rosende lebt in Montevideo. Sie hat Recht und Integrationspolitik studiert.

Der „LiBeraturpreis“ wird jährlich an Autorinnen aus Entwicklungsländern für ein neues auf Deutsch erschienenes Buch vergeben. Die Auszeichnung wurde 1987 von einer Initiative im Ökumenischen Zentrum Christuskirche im Westend gegründet. Seit 2013 führt der Verein Litprom die Preisvergabe durch, in enger Kooperation mit der Frankfurter Buchmesse. Litprom widmet sich dem Ziel, Literatur aus Afrika, Asien, Lateinamerika und der arabischen Welt in Deutschland, Österreich und der Schweiz bekannter zu machen. Für den „LiBeraturpreis“ sind alle Autorinnen nominiert, die im Vorjahr auf der Litprom-Bestenliste „Weltempfänger“ vertreten waren.


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