Kunst & Kultur

Des Messias ist zurück. Auf Netflix.

Was würde passieren, wenn heute der Messias zurück auf die Erde käme? Oder zumindest jemand, der behauptet, der Messias zu sein? Eine neue Serie auf Netflix spielt dieses Szenario ziemlich realistisch durch, mit deutlichen Anklängen an die Geschichte des anderen Messias vor 2000 Jahren.

Der neue Messias könnte in der Tat auch als Jesus durchgehen: Mehdi Dehbi spielt die Hauptrolle in der Netflix-Serie "Messiah". | Szenenfoto: Netflix
Der neue Messias könnte in der Tat auch als Jesus durchgehen: Mehdi Dehbi spielt die Hauptrolle in der Netflix-Serie "Messiah". | Szenenfoto: Netflix

Wie vor 2000 Jahren beginnt es im Nahen Osten. Ein junger Mann mit sanftmütigem Blick und langen Haaren predigt kryptische Weisheiten und versammelt eine Menge von Anhängerinnen und Anhängern um sich. Irgendwann wird die CIA auf ihn aufmerksam, eine Agentin wird auf ihn angesetzt. Bringt er die politische Ordnung durcheinander? Als der "Messias", wie er längst genannt wird, die Menge auf die Grenze zu Israel führt, kommt ein Agent des israelischen Geheimdienstes ins Spiel. Seinen größten Anhänger findet der neue Messias aber in einem abgehalfterten Dorfprediger im Süden der USA.

Es ist erstaunlich, wie es die im Januar gestartete Netflix-Serie "Messiah" schafft, die Geschichte in Szene zu setzen. Was soll man glauben und was nicht? Lässt man sich von einem Wunder überzeugen oder hält man es für Fake? Und welchen Anteil an einem religiösen Hype hat der Anführer selbst – und welchen Anteil die Menge, die ihm folgt? Sehenswert, und auch ein guter Ausgangspunkt, um über den eigenen Glauben zu diskutieren.

Hier der Link zum Trailer.


Autorin

Antje Schrupp 133 Artikel

Dr. Antje Schrupp ist Chefredakteurin von Evangelisches Frankfurt und Offenbach. Die Journalistin und Politikwissenschaftlerin bloggt auch unter www.antjeschrupp.com

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