Kunst & Kultur

Posaunen, Trompeten, Schophare

Blechblasinstrumente gibt es erst in neuerer Zeit. Trotzdem reicht die Geschichte der religiösen "Blasmusik" bis in die Antike zurück.

Foto: Rui Camilo
Foto: Rui Camilo

Schon seit Luthers Zeiten gilt die Posaune mit ihrem feierlichen Klang als dasjenige Instrument, das sich am besten eignet, das Lob Gottes in die Welt zu tragen. Schließlich steht bereits in Psalm 150: „Halleluja! Lobet Gott in seinem Heiligtum, Lobet ihn mit Posaunen!“

Genau genommen steht das allerdings nur in der deutschen Übersetzung. In biblischen Zeiten gab es noch keine Posaunen. Was es hingegen gab, sind „Schophare“, nämlich Widderhörner, die einen durchdringenden Klang erzeugen.

Das Blasen auf Schopharen diente schon damals religiösen Zwecken. Bis heute kommen sie am jüdischen Neujahrsfest zum Einsatz. Vermutlich waren auch die legendären „Trompeten von Jericho“, die die Mauern der kanaanitischen Stadt zum Einsturz gebracht haben sollen, Schofare.


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Autorin

Anne Rose Dostalek ist freie Journalistin und lebt in Frankfurt am Main.

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